Neuerungen im Urheberrecht – Teil 3

C3S die Alternative zur Gema

C3S, eine Initiative mit und für Künstler deren Ziel es ist eine neue europäische Verwertungsgesellschaft zu gründen. Es wurde schon viel berichtet. Und im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg ist die Initiative ganz offiziell zur „Cultural Commons Collecting Society SCE mbH“ geworden. Der Grundstein für eine Verwertungsgesellschaft ist gelegt. Die Zulassung durch das Deutsche Patent- & Markenamt steht noch aus. Aber was unterscheidet die C3S eigentlich von der GEMA?

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Logo: Cultural Commons Collecting Society

Logo: Cultural Commons Collecting Society

Die Cultural Commons Collecting Society wurde von 50 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, England und Frankreich am 25.09.2013 gegründet. Zu ihren Zielen zählen sie bessere Einnahmemöglichkeiten, geringe Mitgliedsbeitrage um Vorabzahlungen zu vermeiden und eine werkbasierte Verwertung. Das heißt der Urheber selbst entscheidet welche Werke von der C3S verwaltet werden und vor allem wie.

Zwei wesentliche Punkte sind als Abgrenzung zur GEMA zu werten.
Zum einen die bereits genannte selbstbestimmte Entscheidung des Urhebers welches Werk über welche Lizenz veröffentlicht werden soll. Soll ein Song beispielsweise kostenfrei mit einer „Creative Commons“-Lizenz zur Verfügung stehen oder mit „All Rights Reserved“ kostenpflichtig sein?

Der zweite wichtige Aspekt hat transparente Zahlungstransaktionen und Lizenzierungsvorgänge zum Ziel. Durch den Einsatz moderner Technologien, z.B. zum Monitoring, soll diese Transparenz gewährleistet werden. Hiermit setzt sich die C3S von der GEMA ab. Diese wurde bereits in der Diskussion um den Diskotheken-Tarif wegen mangelnden Einsatz neuer Technologien kritisiert.

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Über Maria Forkel

Abgeschlossenes Studium der angewandten Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt auf Musik. Reges Interesse an urbaner Kultur und musiksoziologischen Themen.