Willkommen im Quotenkeller

„Wetten, dass…?“ fährt zweitniedrigste Quote seiner Geschichte ein

Was bleibt eigentlich noch über „Wetten, dass…?“ zu sagen? Seit einst der legendäre Frank Elstner jenes Format ersonnen hat, fuhren Quatschköpfe, wie Wolfgang Lippert oder Thomas Gottschalk den Karren regelmäßig in den Dreck. Doch nun hält das mittlerweile dreistündige Format auch der Samstag-Abend-Konkurrenz nicht mehr Stand: Nur 6,85 Millionen Zuschauer wollten die mißglückten Witze und Lockerheits-Bekundungen eines sichtlich kämpfenden Markus Lanz vom 05.10.2013 sehen. Dies scheint im ersten Moment  äußerst erschreckend niedrig.

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Im deutschen TV-Vergleich belegt die Sendung aber immer noch einen vorderen Rang: In den letzten sieben Tagen haben nur der „Tatort“, die „Tagesschau“, der Boxkampf Klitschko gegen Powetkin, das Champions-League-Spiel Manchester City gegen FC Bayern München und der „Polizeiruf 110“ höhere Quoten eingefahren.

Dennoch scheint das Format „Wetten, dass…?“ vom Aussterben bedroht zu sein. Viele Zuschauer fordern via Twitter die Absetzung der Sendung. Gäste, wie der mittlerweile 71-jährige Schauspieler Harrison Ford stufen die Sendung als „bizarr, aber wunderbar“ ein. Sylvester Stallone ist hingegen ganz offensichtlich nur noch eine Karikatur seiner selbst.

Es scheint fast so, als sei die Zeit der großen deutschen TV-Shows vorbei. Auch die kürzlich gestartete Show „Die 2 – Gottschalk und Jauch gegen alle“ erreichte exakt so viel Quote, wie der TV-Show-Dino „Wetten, dass…?“.

Damit hat Markus Lanz wenigstens noch einen kleinen Trost: Thomas Gottschalk ist auch nicht besser als er.

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.