Review: Lanterns on the Lake

Wenn der Herbst neue Lieder braucht

Die Herbsttage kommen mit der Bestimmtheit fallender Blätter und der Einsicht, dass jeder Sommer zu Ende gehen muss. Der Soundtrack dazu ist schon gefunden. Das neue Album von Lanterns of the Lake klingt dabei wie ein erhebender Spaziergang durch den Morgentau nasser Wiesen, die von den schwachen Sonnenstrahlen in glanzvolles Schimmern gehüllt werden. Until the Colours Run ist ein sehr intimes Album, das nicht nach Aufmerksamkeit heischt, sondern wie eine schöne Erinnerung, die man gerne festhalten möchte.

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Quelle: Bella Union

Quelle: Bella Union

Auf diesem Album wird noch mehr als beim Vorgänger der Focus auf die fragile aber trotzdem starke Stimme von Hazel Wilde gesetzt. Obwohl meist sehr abstrakt gibt es in den Texten so manch eindeutige politische Botschaft, auch gegen die in Großbritannien herrschende Sparpolitik und dessen Effekte auf deren Heimatstadt Newcastle. Im Song Another English Town singt Wilde „We´ve been sold a thousand lies, we just wanted the quiet life, but they won`t stop until they see us in the ground“. Auch der Titelsong schlägt in die selbe Kerbe. („“So we´ll drink and we’ll sing on the breadline until the colours run“). Der Sound ist dabei eine Reminiszenz auf die frühen Arcade Fire, jedoch unverkennbar britisch.

Das einzige was möglicherweise auf diesem Album vermisst werden kann, ist eine starke Crossover-Single, aber die ist bei diesem atmosphärischen Werk alles andere als von Nöten.

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