Kibardin-Quartett veröffentlicht russische Tangos: "Am Samowar"

Südamerikanisches Temperament trifft russische Seele

In Russland trägt der Tango seine ganz eigene Note, die das Kibardin-Quartett virtuos auf seiner neuen CD „Am Samowar – Tangogeschichten aus Russland“ darbietet. In der Besetzung Violine, Bajan (Knopfakkordeon), Gitarre und Kontrabass interpretieren sie Werke des legendären Bajanisten Efim Jourist. Wie kein anderer verband er das südamerikanische Temperament mit der Melancholie der russischen Seele. Jourist bereicherte den Tango mit Elementen des Gypsy-Jazz, der Klassik und anderen tänzerischen Einflüssen.

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Am Samowar – Tangogeschichten aus Russland des
Kibardin-Quartetts

Jourists Tangos erzählen Geschichten von der Liebe, schnappen musikalisch süffisant den Dialog zweier Trinker in einer russischen Taverne auf oder empfinden die Atmosphäre auf der Veranda einer russischen Datscha nach, wo man am Samowar sitzend ins Träumen gerät.

Die russischen Tangos klingen versonnener, weniger akzentuiert als das argentinische Pendant. Zum Teil haben sie eine Portion tiefgründigen Humors über das russische Leben. Efim Jourist wird gern als „Paganini des Bajan“ bezeichnet.

Michael Kibardin (Violine), Jens-Uwe Popp (Gitarre) und Guido Jäger (Kontrabass) arbeiteten viele Jahre gemeinsam mit dem 2007 verstorbenen Efim Jourist zusammen. Nach einem Hommage-Konzert für den Grandseigneur des Bajans gründeten die Musiker das Kibardin-Quartett. Den technisch anspruchsvollen Bajan-Part hat der Preisträger des New Yorker Wettbewerbs „Golden Accordion“ Alexander Pankov inne.

Ihr nächstes Konzert geben die Musiker am 23. November in der Schloss-Scheune Essingen.

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden