Zwischen Traum und Erinnerung

Fiona Daniel erkundet ihren nostalgischen „Backyard“

In ihrem magischen Hinterhof: Fiona Daniel / Foto: kuenstli.ch

In ihrem magischen Hinterhof: Fiona Daniel / Foto: kuenstli.ch

Stress und Hektik sucht man in den Werken der Zürcher Musikerin umsonst. Der wortlose Beginn „Prolog“ manifestiert sich durch Fiona Daniels gefühlvolles Gitarrenspiel ganz ohne Gesang als Highlight. Und wenn die 26-Jährige dann singt, fühlt es sich an, als würde einem warmer Honig die Gehörgänge hinunterfließen.

Die meisten ihrer Texte sind auf Englisch. Ausnahmen bilden das Französisch gesprochene „Nostalgia“, in dem sich das musikalische Thema des Prologs wiederfindet, sowie das Schweizerische „Dr ewig Reisendi“, dessen Text für deutschsprachige Zuhörer nicht nur gut zu erraten ist, sondern das auch musikalisch einen Höhepunkt auf „Backyard“ bildet. Wie ihr Hinterhof dann wirklich klingt, verrät Fiona Daniel im „Epilog“.

Mit „Backyard“ hat Fiona Daniel ein musikalisches Refugium vom Alltag erschaffen. Zehn Tracks bitterer Süße – oder süßer Bitterkeit, je nachdem – entführen den Zuhörer in eine andere Welt, lassen ihn träumen und vergessen – und sich vielleicht sogar erinnern. Wer Künstler wie Feist, Fiona Apple, Ane Brun, Sophie Zelmani, CocoRosie oder Sophie Hunger schätzt, ist hier genau richtig.

„Backyard“ von Fiona Daniel ist seit heute, 11. Oktober 2013, in Deutschland erhältlich.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.