Zurück zu den Wurzeln

Review: Morcheeba – Head up high

Morcheeba veröffentlichten letzten Freitag ihr neues Album ‚Head up High‘, und damit kann die Zeitreise zurück in die 1990er starten. Seit 18 Jahren gibt es das Trio, und neben einigen Jahren Pause, in denen die Sängerin Skye Edwards sich um ihre Solokarriere gekümmert und die beiden Brüder Paul und Ross Godfrey vergeblich versucht haben, ihre Stimme zu ersetzen, ist das Trio nun in Originalbesetzung zurück, und damit eben auch die guten alten Zeiten.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Morcheebas neues Album Head up High @ PIAS Recordings

Morcheebas neues Album Head up High @ PIAS Recordings

Damals, als das Genre TripHop noch in den Kinderschuhen steckte, waren Morcheeba die Vorreiter dieser elektronischen Midtempo-Musik, die das Trio schon immer mit einer guten Prise Pop gewürzt hat. Da wo andere die Geschwindigkeit halbiert und sich mit viel Drama in den Portishead- TripHop geschmissen haben, da setzten Morcheeba immer schon auf solide und mitwippbare Beats und schöne Melodien.

So auch auf dem neuen Album. Opener und Highlight von ‚Head up High‘ ist sicher der Song ‚Gimme your love‘, der mühelos vor sich hinschwebt. Das heißt aber nicht, dass alles in rosa ist in der Morcheeba-Welt. Bei den Songs ‚Under the ice‘, Call it love‘ oder ‚Gimme your love‘ können zwar keine Kreativpunkte für die Songtitel verliehen werden, die Ausweglosigkeit, die sich in den Texten ausbreitet, ist aber durchaus glaubhaft, auch auf dem Gebiet der traurigen Balladen sind Morcheeba stilsicher geblieben. Abgerundet wird das Album mit HipHop-Klängen beim Song ‚Release me now‘ und einer Prise Disco und sogar ein wenig Dancehall im Track ‚Make believer‘. Eine Runde Sache also und so durchdacht, wie man es von den alten Hasen erwarten durfte.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!