Beziehungstheater in der Regensburger Mälze

Amaretto – Liebe, Tod und Rollenspiele

„Erlaubt ist, was gefällt“, meint der Goethe und „was sich liebt, gefällt sich auch“, der Volksmund. Die haben leicht reden. Ein wenig drastischer sah es ein kleiner Franzose mit großem Taten- und Eroberungsdrang, der da sagte:  „Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.“ Der Österreicher Uli Bree wollte es sich nicht ganz so einfach machen. Er erzählt in einer satirischen Komödie über die Liebe zum Krieg in der Liebe, über die neue Definition einer alten Leidenschaft und schickt ein festgefahrenes Ehepaar auf die Suche nach dem Kit für ihre Beziehung und den finden sie – wie könnte es anders sein – im „Amaretto“.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Ella Schulz und Armin Kind in "Amaretto" von Uli Bree - Quelle: FKE

Ella Schulz und Armin Kind in „Amaretto“ von Uli Bree – Quelle: FKE

Ein Mann im Anzug irrt nachts durch einen Park. Er trägt keine Schuhe, nur Socken. Er trifft eine Frau, die auf einer Parkbank nächtigt. Von Anfang an ist klar: sie können nicht mit und nicht ohne einander.

Sie überspringen ein langwieriges Kennenlernen und steigen sofort mit den wirklich wichtigen Themen ein: Verzweiflung, Fremdgehen, Selbstmord. Sie entdecken, was sie aneinander stört und dann entdecken sie noch etwas:

Ein Gefühl, das sie beide lange nicht hatten, von dem sie beide nicht dachten, es jemals wieder erleben zu dürfen.

Die jungen Schauspieler Ella Schulz und Armin Kind vom „Freien Künstler-Ensemble“, welches sich unlängst im Regensburger Raum in einigen Produktionen behaupten konnte, spielten auch mit „Amaretto“ ihre Trümpfe richtig aus. Unter der Regie von Julian Niedermeier bewiesen sie, dass Theater nicht nur auf die großen Staatsbühnen gehört, sondern auch ein junges Publikum im „Underground“, der urigen Kellerbühne der Regensburger Szene-Kneipe „Alte Mälzerei“, begeistern kann.

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