Unerhörte Musik

Kassel: Stereo Attachés am Wochenende in der Ekstase Bar

Zwei außergewöhnliche Konzerte erwarten das Kasseler Publikum am Freitag, den 18. und am Samstag, den 19. Oktober in der Ekstase Bar (Kurfürstenstraße 2, 34117 Kassel). Dort spielen unter der Überschrift „EXTRA“ nämlich jeweils um 20.30 Uhr die Stereo Attachés auf. Ein wesentlicher Teil ihres Konzepts ist es, „Musik mit allen Mitteln“ zu machen. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen und man darf sich darauf freuen zu erleben, wie bislang vermeintlich stumme Gegenstände plötzlich eine Stimme bekommen.

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Die Stereo Attachés: Steffen Moddrow und Axel Kretschmer (Foto: Axel Kretschmer)

Die Stereo Attachés: Steffen Moddrow und Axel Kretschmer (Foto: Axel Kretschmer)

Dabei handelt es sich keineswegs nur um vordergründige Gags. Es geht den Stereo Attachés vielmehr darum, anhand ihrer Klänge das Wesen der Dinge zu erforschen. Das ist für die Zuhörer ebenso aufschlussreich wie amüsant, lautet doch die selbst gestellte Mission der beiden Kasseler Musiker „Hörspaß durch Spielfreude“ zu vermitteln.

Sie verwenden dafür ein breit gefächertes Instrumentarium, das oft unkonventionell, aber stets versiert und virtuos gehandhabt wird. Neben klassischen Instrumenten wie Schlagzeug und Gitarre kommt auch modifizierte Unterhaltungselektronik zum Einsatz. Das Herzstück aber sind selbst gemachte Klangerzeuger, die ebenso kreativ wie unterhaltsam gespielt werden. In den Händen der Stereo Attachés können auch Klebebandrollen zu vollgültigen Instrumenten werden.

Hinter diesem unkonventionellen Duo stehen die Kasseler Musiker und Performance-Künstler Axel Kretschmer und Steffen Moddrow, die seit 1994 in diesem Projekt zusammenarbeiten. Kretschmer studierte 1980 bis 1985 freie Kunst in Kassel und war 1983 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. In zahlreichen Ausstellungen und Aufführungen hat sich der in Kassel lebende freie Künstler seitdem einen Namen gemacht.

Steffen Moddrow wurde 1960 in Stuttgart geboren und studierte von 1984 bis 1990 Perkussion in Kassel. Seit den 1990er Jahren entwickelt er seine eigene Klang- und Materialsprache, die er in zahlreichen Konzerten erprobt. 1987 trat er im Rahmen der documenta mit dem Ex-Zappa-Schlagzeuger und Sänger Jimmy Carl Black auf.

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