Premiere am 2. November

Kassel: Die Fledermaus im Staatstheater

Am Samstag, den 2. November steht im Opernhaus des Kasseler Staatstheaters die nächste Premiere an. Unter der musikalischen Leitung des Generalmusikdirektors Patrik Ringborg wendet man sich nach der italienischen „Tosca“ und der französischen Oper „Samson und Dalila“ nun der Wiener Operette zu. Auf dem Programm steht das wichtigste und erfolgreichste Werk dieses Genres, Johann Strauss’ 1874 uraufgeführte Operette „Die Fledermaus“.

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Johann Strauss, Lithographie von Josef Kriehuber, 1853 (Quelle: Wikimedia Commons)

Johann Strauss, Lithographie von Josef Kriehuber, 1853 (Quelle: Wikimedia Commons)

Als Gastregisseur kehrt der ehemalige Kasseler Oberspielleiter Volker Schmalöer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Man darf gespannt sein, wie er das turbulente Verwechslungsspiel um die „Rache der Fledermaus“ inszenieren wird. Dieser ursprüngliche Titel der Operette bezieht sich auf die Vorgeschichte ihrer Handlung. Dr. Falke war einst von seinem Freund, dem Lebemann und Rentier Gabriel von Einstein, hereingelegt worden und musste in Folge dieses Streichs am Morgen nach einem Maskenball im Fledermauskostüm durch den Stadtpark nach Hause wanken. Nun will er sich rächen und inszeniert ein Intrigen- und Verwirrspiel, das seinen Höhepunkt auf dem fulminanten Fest des Grafen Orlowsky im zweiten Akt hat.

Aus dramaturgischer Sicht bringt Strauss hier die Ausbruchsversuche bürgerlicher Individuen aus den Zwängen ihres entfremdeten Alltags auf die Bühne. Doch nur im wirbelnden Tanz des Finales im zweiten Akt scheint die Befreiung aus ihren Rollenpanzern möglich – bis Dr. Falke alle in die Wirklichkeit zurückholt…

Die Handlung bietet also mannigfaltige Anknüpfungsmöglichkeiten an die Probleme auch unseres Alltags. Aus dem Alltag herausgerissen wird das Publikum sicherlich durch die wundervolle inspirierte Musik von Johann Strauss werden. Allein schon die Funken sprühende Ouvertüre wird unter der Leitung des Kasseler Generalmusikdirektors vermutlich den Besuch im Opernhaus lohnen.

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