Boris-Becker-Halle soll umbenannt werden

Bekommt Becker Höchststrafe in Leimen?

Wie die Zeitschrift Hörzu verlauten ließ, herrscht Aufruhr in Leimen, der Geburtsstadt von Boris Becker. Immerhin wolle der dort ansässige Tennisclub, bei dem Bum-Bum-Becker seine ersten Bälle geschlagen hat, der nach ihm benannten Halle einen anderen Namen geben. Grund hierfür: Von seinem berühmtesten Mitglied sei man überaus enttäuscht.
Für den Reportage-Blog www.deutschland-in-30tagen.de traf HÖRZU-Reporter Michael Fuchs zum Beispiel Dieter Schmetzer (77), den ehemaligen Jugendtrainer. Dieser habe Boris Becker damals aufgenommen und ihm als Erster einen Tennisschläger in die Hand gegeben. Da war der künftige Tennisstar knapp sechs Jahre alt.

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Heute schlagen in der Boris-Becker-Halle, die von dessen Vater Karl-Heinz (gest. 1999) konzipiert wurde, Kinder und Jugendliche die Bälle, aber Raubold verriet dem HÖRZU-Team: „Wir denken darüber nach, sie anders zu nennen.“ Das wäre die Höchststrafe. Hinzu kommt die 50-Jahr-Feier im kommenden Jahr, zu der Becker nicht eingeladen werden soll.

Geschmäckle gibt auch die Aussage von Vereinsvorsitzenden Peter Raubold (73): „Vor ein paar Jahren habe ich mal bei seinem Büro angefragt, ob er nicht mal einen Schläger spenden könnte. Für ein Jugendturnier.“ Natürlich, habe man geantwortet, kein Problem. Aber passiert sei nichts. Nach der dritten Nachfrage habe er es dann aufgegeben.

Eins jedoch ist auch sicher: Beckers Buch habe hier niemand gelesen. Darüber hinaus: „Seine Mutter Elvira kenne ich gut. Sie hat ja noch versucht, ihm das auszureden“, sagt Kurt Weber (80), Ehrenvorsitzender von Blau-Weiß. „Aber Boris lässt sich doch von seiner Mutter nichts mehr sagen.“

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