Vater trifft Sohn vor traumhafter Kulisse

Ulrich Tukur glänzt in „Exit Marrakech“

Wenn der Vater mit dem Sohne… aber das war ein anderer Film und eine andere Zeit.
Dennoch sind Vater-Sohn-Beziehungen aktueller denn je. Ein Umstand, der mit Blick auf die hohen Scheidungsquoten weltweit kaum erstaunt. Die Regisseurin Caroline Link (Jenseits der Stille; Nirgendwo in Afrika) nahm sich des Themas an und zauberte mit „Exit Marrakech“ einen wunderbaren Film , der ab dem 24.10.2013 in den Kinos anläuft. Mit ihrem Hauptdarsteller Ulrich Tukur hat sie eine kluge Wahl getroffen: Tukur steht seit jeher für Großmut und Gefühl, Poesie und Humor – ganz großes Kino eben! 

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Begenung von Vater und Sohn: Exit Marrakech mit  Samuel Schneider, Ulrich Tukur:© StudioCanal

Begegnung von Vater und Sohn: Exit Marrakech mit Samuel Schneider, Ulrich Tukur:© StudioCanal

Vor der traumhaften Kulisse Marokkos, spielt er einen dominanten Scheidungsvater und erfolgreichen Regisseur, der seine Position hinterfragen muss, um sich seinem 17jährigen Sohn anzunähern. Der hingegen hat Angst vor Ablehnung und fühlt sich nicht akzeptiert. Es geht um einen Heranwachsenden, der wissen will, ob er geliebt wird, und um einen Erwachsenen, der vor der Verantwortung zurückschreckt. Beim Ringen um gegenseitige Anerkennung schenken sich Ulrich Tukur und der bei den Dreharbeiten erst 17-jährige Samuel Schneider nichts. Der Junge, der im Verlauf der Reise reift und sich mehr und mehr von seiner Empfindung der Unterlegenheit befreit, und der Ältere, dessen Souveränität langsam bröckelt, begegnen sich am Ende auf Augenhöhe.

Der Oscar-Preisträgerin Caroline Link ist eine berührende Vater-Sohn-Geschichte gelungen. Nicht zuletzt ist es ein überzeugender Ulrich Tukur, der diese Geschichte mit seiner unerkennbaren Art, seine Figuren zu beleben, mit den nötigen Feinheiten würzt und vollendet.

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