Eklat bei Elliott Smith Gedenkkonzert

Badly Drawn Boy beschimpft Fan

Diesen Montag jährte sich der Todestag des Singer/Songwriters Elliott Smith zum zehnten Mal. Zu seinem Gedenken fanden in England und den USA Tributkonzerte für den verstorbenen Musiker statt. Neben Cat Power und The Low Anthem trat unter anderem auch Damon Gough alias Badly Drawn Boy auf. Dieser war ein langjähriger Freund von Elliott Smith und anstatt diesem mit einem Cover zu bedenken, endete sein Auftritt laut dem NME mit einem Rauswurf. 

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Elliott Smith. (Foto: courtesy of autumn de wilde)

Elliott Smith. (Foto: courtesy of autumn de wilde)

Berichten zufolge hielt Badly Drawn Boy eine knapp zehnminütige Rede, in der nicht ein einziges würdigendes Wort über Elliott Smith fiel. Stattdessen hielt Badly Drawn Boy einen Monolog über seinen Drogen und Alkoholkonsum. Als sich daraufhin ein Fan zu Wort meldete und sagte, dass dies bestimmt nicht im Sinne von Elliott Smith sei, begann Badly Drawn Boy den Fan zu beschimpfen und forderte ihn sogar auf den Saal zu verlassen.

Bei dem Benefizkonzert konnten dennoch 2000 britische Pfund gesammelt werden. Das Geld kommt der Hilfsorganisation Mind zugute, die sich für mentale Gesundheit einsetzt. Außerdem wurden auf der Homepage Archive.org 97 Konzerte, die Smith zwischen 1994 und 2003 gespielt hat, als Stream und Download zur Verfügung gestellt.

Elliott Smith litt jahrelang an Depressionen und Alkoholsucht. Am 21. Oktober 2003 verstarb Elliott Smith an den folgen zweier Stichverletzungen in der Brust, die er sich selbst zugefügt haben soll. Eindeutig geklärt ist die Todesursache jedoch nicht.

Seht hier den Song „Miss Misery“, mit dem Elliott Smith für den Oscar nominiert wurde. Zu hören ist der Song in dem Film „Good Will Hunting“.

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Über Jan Schröder

Musikredakteur im Independent-Bereich und Cineast.