Prinz Pi geht mit ‚Kompass ohne Norden‘ in Richtung neues Album

Sein guter Kumpel Marcus Staiger kündigte den deutschen Rapper Prinz Pi auf dessen Website mal mit den Worten an: „Prinz Pi sitzt alleine in seinem Keller und bastelt und schreibt…“.  Die letzten Monate hat der Rap-Lyriker wieder genau das getan und den Nachfolger seines letzten Albums ‚Rebell ohne Grund‘ geschaffen.

Am 12.4.2013 erscheint das neue (und von treuen Rap-Fans lang ersehnte!) Pi-Album ‚Kompass ohne Norden‚ auf seinem Label ‚Keine Liebe Records‘. Der ehemalige ‚Prinz Porno‘ macht schon eine gefühlte Ewigkeit Musik und seine gesamten Veröffentlichungen sind kaum noch zählbar.

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Das letzte Mal hatte Pi 2011 musikalisch auf sich aufmerksam gemacht, als er das Akustik-Album ‚Hallo Musik‘ veröffentlichte. Jetzt kommt Pi mit 13 neuen Tracks auf ‚Kompass ohne Norden‘.

Die erste Video-Auskopplung ‚Unser Platz‘ kursiert schon seit einigen Wochen auf YouTube und lässt auch für das neue Album die typische Pi-Manier erahnen: ehrliche Texte, gut gerappt, vielseitig vertont. Einziger Feature-Gast auf dem Album wird Rapper Casper sein, der gemeinsam mit Pi den Track ‚100x‘ aufnahm. In der schon vorab veröffentlichten Version ohne Casper heißt es: „Ein Song spielte den ganzen Tag-100x‘. Eine Ansage, die wohl auch für Pi’s neues Album gelten wird. Jenseits des Kommerz, ist Prinz Pi noch jemand, dem man wirklich zuhören kann. Er erzählt seinen Hörern Geschichten, die nicht nur nebenher im Radio laufen.

Deutsch-Rapper Prinz Pi

Prinz Pi (Quelle: landstreicher-booking.de)

In Zusammenarbeit mit der JUICE hat Pi eine 3-teilige Video-Blog-Reihe gedreht, die Einblicke in die Entstehungsgeschichte von ‚Kompass ohne Norden‘ gibt. Hier sagt Pi über den Entstehungsprozess des Albums: „Es ist nicht am Reißbrett konzipiert worden, sondern hat sich Stein für Stein aufgebaut.“ Inhaltlich dreht sich der ‚Kompass ohne Norden‘ viel ums Erwachsenwerden. Das Problem, dass man in der heutigen Gesellschaft eigentlich gar nicht erwachsen werden soll. „Die Jugend wird so lobgepriesen, dass wir doch bitte alle immer Mitte 20 bleiben sollen„, sagt Pi in seinem Video-Blog.

Die Ergebnisse seiner gedanklichen Reise zu diesem Thema hat Pi auf ‚Kompass ohne Norden‘ gepackt. „Das Album fängt an mit einem Song, über diesen einen Punkt im Leben, auf den man immer wartet. Der aber nie kommt. Dieser Punkt ist der Punkt, an dem es endlich mal losgeht. Es macht ‚Klick‘ und dann beginnt endlich das richtige, große Leben. Aber dieser Punkt – der kommt nicht.“  Pi sagt über sich selbst, dass auch er immer auf diesen Punkt gewartet habe – „an dem der Hauptfilm beginnt„. Der sei aber nie eingetreten. Die große Freiheit, auf die alle noch immer warten. Dieses Warten, diese großen Erwartungen, versucht Pi auf ‚Kompass ohne Norden‘ musikalisch einzufangen.

Geprägt wurde Prinz Pi durch Musik, mit der er groß geworden ist und die er selbst liebt. In seiner Kindheit waren es Sachen aus der Plattensammlung seines Vaters, mit Bands wie den Beatles, Kings, Pink Floyd oder Led Zepplin. In seiner Jugend faszinierte Pi vor allem die Musik der amerikansichen Westcoast: „Dre, Snoop,Wu Tang Clan – der goldene Nineties Flavour!“ Was seinen eigenen Klang angeht, sei es Pi sehr wichtig, die Kontrolle zu haben, über das was er macht und wie er klingt. Deswegen bastelt er auch an gekauftem Equipment herum, um den Sound nochmals zu optimieren. „Um einen Klang hinzukriegen, wie ihn niemand anders hinkriegen kann. Das ist mir das Wichtigste!„.

Doch Prinz Pi ist nicht nur der Klang wichtig. Das Verhältnis zu seinen ‚Hörern‘, wie er selbst seine Fans nennt, vielleicht nicht die Welt zu verändern, aber zumindest in einzelnen Herzen etwas zu bewegen – sind Dinge, die ebenfalls einen hohen Stellenwert für den Rapper haben. „Ich gebe den Leuten meine Musik, und sie geben mir ihre Zeit. Für mich ist Musik wie ein halbes Gespräch. Wenn jemand meine Musik kennt, dann kennt er mich. Musik verbindet Leute! Wenn man geschafft hat, dass jemand bewegt ist, von dem was man sagt, dann ist das was Wertvolles.

 

 

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Über Julia Ramonat

Aufgewachsen in Hamburg, ein paar Monate in London gelebt, und zum Publizistik Studium nach Mainz gezogen. Kurze Ausflüge in die Welt des Lokaljournalismus, des Fotoredakteurs und der Öffentlichkeitsarbeit. Sonst so? Chronisches Musikhören, Dauerbesucher auf Konzerten aller Art und ein großes Herz für Deutsch-Rap.