Zu Unrecht unbekannt

„Aims“: Evolution der Vienna Teng

Die 35-jährige Singer-Songwriterin taiwanesisch-amerikanischer Abstammung, Vienna Teng / Foto: Shervin Lainez

Die 35-jährige Singer-Songwriterin taiwanesisch-amerikanischer Abstammung, Vienna Teng / Foto: Shervin Lainez

Der ruhige Song „The Breaking Light“, den Vienna Teng gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund, dem Multiinstrumentalisten und Produzenten Alex Wong, aufgenommen hat, erinnert dann auch wieder an die „alten“ Klänge der Musikerin taiwanesischer Abstammung. Auch „Oh Mama No“ bewegt sich in diese Richtung. „Goodnight New York“ schließt das Album dann als perfekte Synthese aus gewohnter Vienna-Teng-Ruhe und dem neuen Sound ab.

War Vienna Tengs Musik früher nur etwas für romantische Stunden, Chill-out oder die Auszeit in der Badewanne, so hat sie sich mit „Aims“ um eine Ebene erhoben. Die Hinwendung zum Pop flacht den Sound nicht etwa ab; die sorgfältige Dosierung klanglich fremdartiger Elemente erhöht sogar noch die Vielschichtigkeit des Hörerlebnisses und macht „Aims“ zum spannendsten Vienna-Teng-Album. Singer-Songwriter-Fans oder Liebhaber unaufdringlicher Popmusik, die Vienna Teng noch nicht kennen, sollten jetzt also schleunigst den Griff zu „Aims“ – oder einem der hervorragenden Vorgänger – wagen.

Das Video zur Singleauskopplung „Level Up“ befindet sich noch in der Mache, nachdem Vienna Teng über eine Kickstarter-Kampagne das benötigte Geld sammeln konnte. Um die Wartezeit zu verkürzen, gibt’s hier den Audiotrack:

„Aims“ von Vienna Teng ist am 24. September 2013 erschienen. Das Werk unterliegt übrigens einer Creative-Commons-Lizenz (by-nc-sa), das heißt, das Teilen und Bearbeiten für nichtkommerzielle Zwecke ist erlaubt und erwünscht.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.