Hawaiianische Mega-Party in der O2-World.

Review: Strahlender Bruno bringt die Augen der Hamburger zum Glänzen.

Ein Konzert von Bruno Mars ist ein Erlebnis für sich. Das durften auch die Hamburger gestern Abend bei der Moonshine Jungle Tour des Hawaiianers in der O2-World erleben. Mayer Hawthorne versuchte zunächst, das Publikum musikalisch  auf den Abend einzustimmen. Kurz darauf verschwand die Bühne hinter einem schwarzen Vorhang mit goldenen Palmen. Mit Lederweste und Cowboyhut beschmückt trat Bruno Mars wie ein kleiner Cowboy mit verschmitztem Lächeln aus diesem zauberhaften Urwald im Mondesschein hervor. Und kaum hatte er die ersten Töne von „Moonshine“ ins Mikrofon gehaucht, hatte er die Arena bereits in seinen Bann gezogen.

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Party auf Hawaiianisch.

Bruno Mars feiert mit seiner Band und den Zuschauern eine riesen Party in der Hamburger O2-World. Quelle: David Hogan.

Zaubershow für Ohren und Augen

Mit seinem aktuellen Hit „Treasure“ holt er die Massen entgültig von den Stühlen – die ausverkaufte O2-World steht! 12.000 Hamburger lassen sich ohne weiteres von der Partystimmung auf der Bühne mitreißen. In bunte Hemden gekleidet versprühen die Musiker in bester Laune mit ihren Dance-Moves ein Flair, das an die 70er Jahre erinnert. Bruno trommelt immer wieder seine Musiker und Backgroundsänger zum Hüftschwung zusammen. Im nächsten Moment bewegt er sich à la Michael Jackson über die Bühne und begeistert den linken Flügel, während ein Gitarrist am anderen Ende der Bühne mit der grinsenden Menge flirtet. Bruno stimmt Barrett Strongs „Money“ an, um dann „Billionair“ zum Besten zu geben, das er für seinen Kumpel Travie McCoy schrieb. Gekonnt schiebt er in diesen Remix auch noch ein Zitat von Aloe Blaccs „I Need A Dollar“ ein – ein Ohrenschmaus für alle Besucher!

Der Star und die Boyband.

Bruno strahlt nicht allein – das Lächeln spiegelt sich in seinen Bandkollegen und nicht zuletzt im Publikum wieder. Bei dem enthusiastisch gefeierten „Marry You“ steht Bruno auf einem Podest über den Köpfen seiner Bandkollegen. Sein Gitarrensolo lässt erkennen, dass dieser Typ nicht nur ein Stimmtalent ist. Dann stimmt er seinen Lieblingssong vom neuen Album „Unorthodox Jukebox“, „Little Girls“, an. Als er sich beim Wechselgesang mit dem Publikum dazu bekennt, dass „ich liebe dich“ die „einzigen deutschen Wörter, die er kennt“ sind, flattern wohl alle Herzen der anwesenden Damen bis zum Hals. Zum Glück können diese sich beim „Lazy Song“ kurz wieder erholen. Hier ist Bruno wieder ganz der Teamplayer, wenn er den Sänger ins Spotlight rückt, der in der Radioedition des Songs die Zeile „Oh my God, this is great!“ spricht. Im nächsten Atemzug wird Bruno sehr sentimental und eröffnet dem Publikum, dass „When I Was Your Man“ für ihn immer am schwersten zu singen ist. Und trotzdem hält er es ganz allein unter einer riesigen glitzernden Diskokugel aus. Nach einem kurzen aber eindrucksvollen Solo des Pianisten folgt „Granade“ und spätestens bei „Just The Way You Are“ flogen sämtliche Herzen der weiblichen Besucher auf die Bühne. Bruno nimmt es gelassen und lässt die Massen für sich singen. Und Hamburg singt. Bis niemand mehr auf der Bühne steht. Doch Bruno kommt wieder und begeistert die Massen bei „Locked Out Of Heaven“ anfangs mutterseelenallein am Schlagzeug –noch ein Talent des Hawaiianers. Die Liste wird lang. Zum Schluss trumpft Bruno noch einmal gewaltig auf und verwandelt die Bühne bei „Gorilla“ in einen wahrhaftigen Dschungel aus grünen Lichtkegeln. Einen Dschungel, der vollkommen eingenommen wird von seiner Stimme. Und so endet der Abend mit einem Bruno „on top of the stage“ auf einem Podest, von wo aus er vor der begeisterten Masse verschwindet. Wohl kaum ein Besucher, der an diesem, wenn auch kurzen Abend mit Bruno Mars nicht mit einem breiten, breiten Schmunzeln den Tag beendet.

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