Chefdirigent beleidigt – Mozartfest-Teilnahme abgesagt

Frank Beermann, Chefdirigent der Chemnitzer Robert-Schumann-Philharmonie, ist beleidigt. Stinksauer. Und weil er so sauer ist, hat er kurzfrsitig seine Beteilung am Eröffnungskonzert des Sächsischen Mozartfestes am 8. Mai in Chemnitz abgesagt. Und warum das Ganze?

Beermann habe wohl über

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„entscheidende künstlerische Inhalte“ des Eröffnungskonzerte nur zufällig erfahren – nicht, wie er es erwartet habe, vom Veranstalter selbst: der Sächsischen Mozart-Gesellschaft. Genaueres darüber, was so erschütternd und entscheidend an den künstlerischen Inhalten sein soll, dass er seinen Beitrag einfach so streicht, wollte Beermann nicht sagen.

Mozart (Porträt von Joseph Lange)

Mozart (Porträt von Joseph Lange)

Doch eins ist gewiss: sauer ist er trotzdem. Ja, er finde das Ganze „extrem ärgerlich“ und „persönlich brüskierend“.

Die Geschäftsstelle der Mozart-Gesellschaft bedaure diesen Entschluss, gebe aber zu, dass es bei den Planungen zum Eröffnungskonzert wohl Abstimmungsprobleme gegeben haben soll.

Der Geschäftsstellenleiter Rudolf Nötzel übernehme die Verantwortung für Beermanns Absage, schließlich liege in einem Versäumnis der Mozart-Gesellschaft der Grund für die Entscheidung des Chef-Dirigenten.

Trotzdem: The Show must go on! Das Programm soll immernoch stattfinden. An Beermanns Stelle tritt das Allround-Talent Mike Svoboda. Svoboda ist Musiker, Komponist und Dirigent und wird sein eigenes Werk „ALIAS“ am 8. Mai selbst dirigieren.

Ich vermute, Beermann mochte einfach Svobodas „neumodische“ Mozart-Interpretation „Alias – Mozart ist Rossini“ nicht. Und da er erst kurzfristig und über Umwege erfahren hat, dass er so einen „Remix“ auch noch dirigieren muss, ist er vielleicht wütend geworden.

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