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Die Erben von Marvin Gaye verklagen Robin Thicke aufgrund Plagiatsverdachts

Robin Thicke und die Erben von Marvin Gaye werden wohl keine Freunde mehr. Die Gaye-Familie behauptete sein Sommerhit „Blurred Lines“ wäre nur ein Plagiat von Gayes Song „Got To Give It Up“, wogegen sich der Pop-Sänger mit einer Klage wehrte. Die Nachkommen der Soul-Legende strengen nun ihrerseits eine Gegenklage an. Ganz neue Vorwürfe werden im Zuge dessen bekannt.

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Könnte das Lachen bald vergehen, Foto: Michelle Uthoff-Campbell

Könnte das Lachen bald vergehen: Robin Thicke, Foto: Michelle Uthoff-Campbell

Laut Klageschrift soll nun nicht nur „Blurred Lines“ geklaut sein. Auch der Track „Love After War“ vom gleichnamigen Album von 2011 soll frappierend an einen Song von Marvin Gaye erinnern. Diesmal ist es „After The Dance“. Und damit soll die Chose noch lange kein Ende haben. Offenbar habe der 36-jährige eine eigentümliche Vorliebe für Marvin Gaye. Auch andere Thicke-Songs sollen mehr als nur inspiriert sein. Nicht das schlechteste Vorbild, möchte man meinen. Thickes Plattenfirma EMI wurde von den Gaye-Erben als Rechteverwalter gleich mit verklagt. Diese behaupten gar, dass sie von Vertretern des Musikverlags eingeschüchtert wurden.

Thickes Anwalt zeigt sich nichtsdestotrotz siegessicher. So gibt es natürlich bereits Gutachten, die sowohl bestätigen als auch widerlegen, dass es sich bei „Blurred Lines“ um ein Plagiat von „Got To Give It Up“ handelt. Wer sich die Songs anhört, wird jedenfalls kaum bezweifeln, dass der Groove nicht wenigstens inspiriert ist vom Gaye-Klassiker. Doch wo hört Inspiration auf und wo fängt Klauen an?

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Über Philipp Demankowski

Philipp ist freiberuflicher Musikjournalist aus Dresden mit Schwerpunkt elektronische Musik. Daneben macht er Radio, legt Vinyl aus Überzeugung auf und ist Mitbetreiber eines Plattenlabels.