Once in a Lifetime

Der Song aus der Arte-Serie About:Kate

„Körbevergleich!“, schreit es entzückt der genervten Kate entgegen. „How did I get here?“, denkt sich die junge Studentin wie im Talking Heads-Titelsong. Here, dass ist für sie eine Nervenklinik, eine Irrenanstalt.

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Das Cover des Album 'Remain in Light' der Band The Talking Heads von 1980. (Label: Sire Records/Warner Music Group)

Das Cover des Album ‚Remain in Light‘ der Band The Talking Heads von 1980.
(Label: Sire Records/Warner Music Group)

Diese Ziellosigkeit, die Protagonistin Kate Harff umtreibt, ist auch Kernfrage in ‚Once in a Lifetime‘, die die erste Singleauskopplung vom 1980er Album ‚Remain in Light‘ von The Talking Heads war.

Die Platte der New Yorker Band zählt heute zu einer der einflussreichsten der Postpunk- und New Wave-Bewegung der 80er Jahre.

Was das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Rock Combo so bedeutend macht, ist die einzigartige Verbindung von Synthie Pop mit Einflüssen des Funk-Rock und Afro-Beat. Vor allem waren die Einbindung afrikanischen Rhythmen und die Übernahme der typischen Polyrhythmik, die absolut neuartig im damaligen Popmusik-Genre war, revolutionär.

Brian Eno, der den Track produzierte, erzeugte dadurch im Song eine gewisse musikalische Unausgeglichenheit. Man bedenke die technischen Möglichkeiten, mit analogen Sampling, mit denen er arbeitete.

Der Song wird, im damaligen Zeitalter der aufkeimenden Rapmusik, auch als eine Hommage mit Hammond-Sound an den Art Rock von The Velvet Underground gesehen.

Das Musikvideo mit Frontmann David Byrne wird übrigens im MOMA, Museum of Modern Art, in New York gezeigt.

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Über Emilia Gallas

Musikliebhaberin, Literaturwissenschaftlerin, freiberufliche Journalistin und Musikredakteurin aus Bremen. Elektronische Sounds sind ihr willkommen, alle anderen aber auch.