WDR 4 Radiokonzert

Ein Abend mit Howard Carpendale

Wieder einmal konnte ein Radiokonzert im Kleinen Sendesaal des WDR Künstler und Publikum gleichermaßen begeistern. Howard Carpendale, der zwanzig Jahre lang in Köln gelebt hat, fühlte sich sichtlich wohl, als er in seiner alten Heimat mit seinen neuen Liedern auftrumpfen und für seine große Tournee im kommenden Frühjahr schon mal Anlauf nehmen konnte. Natürlich durfte der ein oder andere Klassiker („Hello again“) nicht fehlen, was Carpendales‘ Fans mit donnerndem Applaus belohnten.

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Let me entertain you: Carpendale live (WDR/Fulvio Zanettini)

Let me entertain you: Carpendale live (WDR/Fulvio Zanettini)

Immerhin ließ Howard Carpendale während seines Gigs (live mitgeschnitten und gesendet auf WDR 4), bei seinen Ansagen und dem Gespräch mit Star-Moderator Bernd Brüggemann, kaum eine Frage offen. Es geht ihm sichtlich gut und er scheint berechtigterweise auch ein wenig Stolz auf seine neuen Songs zu sein, die beweisen, dass Howard Carpendale viel mehr ausmacht, als der Schmusesänger von einst. Und – er besitzt absolute Entertainer-Qualitäten. Zwischen Charmeur und Comedian changierend, trifft Howard den Nerv seiner Fans. Und er selbst, wie er anschließend in einem kurzen Interview mit dem Veranstalter zugab, „mit dieser Veranstaltung voll in Schwarze“.

Das neue Album „Viel zu lang gewartet“ ist ihm und seinem neuen „Kompetenzteam“ auch hervorragend gelungen. Die Single „Teilen“ ist ein veritabler Hit, persönliche Lieder wie das seinen Söhnen gewidmete „Bedingungslos“ überzeugen wie auch die großen Gesten („Die Musik bleibt“) auf Anhieb, die Band versteht ihr Handwerk, allen voran Bassist Frank Itt, der Carpendale schon seit über zwanzig Jahren begleitet.

Howie mit Frank Itt am Bass (WDR/Fulvio Zanettini)

Howie mit Frank Itt am Bass (WDR/Fulvio Zanettini)

Beim WDR 4 Radiokonzert stellte Howard Carpendale unter Beweis, dass er die Intimität einer kleinen Bühne nicht zu scheuen braucht. Aber es ist nachvollziehbar geworden, wie er auch in den größten Hallen Begeisterungsstürme auslösen kann. So erklärt sich dann auch seine Popularität. Weniger als feuchter Traum von mittelalten Damen, sondern als ein sympathischer Freund, auf den Verlass ist, mit Lockerheit und unaffektierter Souveränität.
Danke „Howie“, toi toi toi für die Tour und vielen Dank auch an WDR 4, jenem Sender, der dieses besondere Ereignis möglich gemacht hat. Apropos: heute Abend zeichnet der WDR eine weitere Ausgabe von „Zimmer frei“ auf – Howard Carpendale zu Gast bei Christine Westermann und Götz Alsmann. Ob er wird einziehen dürfen? Kaum vorstellbar, das etwas dagegen spräche …

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