Schwerer als Metal

Roboter-Band Compressorhead gibt 24-Stunden-Konzert in New York

Alle Macht den Maschinen. Schneller, härter und eindeutig schwerer als jede andere Heavy Metal-Band auf diesem Planeten: das sind Compressorhead. Die erste Roboterband der Welt erklimmt am Dienstag, den 12. November erneut die Bühne und lässt es auf dem Union Square in New York einen kompletten Tag lang so richtig krachen.

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Compressorhead Roboterband

Die schwerste Heavy Metal-Band der Welt: Compressorhead
(Quelle: Compressorhead)

Sie sind der Traum eines jeden Managers: Gut im Takt, technisch korrekt und frei von Skandalen, Exszessen und Abstürzen. Auferstanden aus dem Schrottplatz erobert Compressorhead, die wohl schwerste und unkomplizierteste Truppe im Metal-Business, den Musikmarkt.

Am 12. November stehen die vier Roboter ganze 24 Stunden auf der Bühne und geben im Rahmen der Brilliant Machines Campaign, die von dem Multikonzern General Electrics ins Leben gerufen wurde, ein 1-Tages-Konzert in New York. Übertragen wird das blecherne Live-Spektakel weltweit via Stream auf der Plattform Spotify.

Als absoluter Vorreiter ihrer humanoiden Spezies in Sachen Musik ist die Band, die ursprünglich aus Deutschland stammt, seit ihrem ersten Gig in Australien absolut gefragt. Wer möchte nicht einmal einen Metal begeisterten Roboter beim Headbangen und Abrocken zusehen?

Zur Besetzung auf Lebenszeit zählen Gitarrist Fingers, Bassist Bones, Drummer Stickboy und Assistent bzw. Hi-Hat-Experte Stickboy junior. Mit vier Armen am Schlagzeug, 78 Hydraulik Fingern an der Klampfe und dem präzisten Bassisten der Welt zählen die schweren Krawallbrüder zu den Besten ihrer Zunft. Ihr Repertoire reicht von Songs von Motörhead über AC/DC bis hin zu Pantera, die sie auf realen elektrischen, sowie akustischen Instrumenten spielen. Die Bewegungen an sich werden dabei durch den Einsatz von Druckluft ermöglicht, die Musik via MIDI (Musical Instrument Digital Interface). Ihr erstes Konzert vor heimischer Kulisse gaben die Metall-Schwergewichte, die hauptsächlich aus Schrott erbaut wurden, auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt.

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.