Sind wir nicht alle ein bisschen Leash?

„Boys are bitches“ heißt die Single, „We need to talk“ heißt das Debütalbum der Berliner Band Leash.
„We need to talk about these boys“, sage ich. Denn das, was die Jungens da fabrizieren, macht Spaß!

Seit zwei Jahren verbreiten sie ihre Hymnen in den Clubs und Kneipen der Republik, nun endlich gibt es ab dem 8. März auch die lang ersehnte Studio-Arbeit zum Hören: „We need to talk“, erschienen beim Berliner Indie-Label G-Records, geht ins Ohr wie die vier Musiker auf der Bühne ins Auge fallen.

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Sie sind ekstatisch, geben dem Publikum all ihre Energie und leben für ihre Songs. So und nicht anders hat man’s als Zuschauer doch gern, nicht wahr?
Wer aber sind diese Typen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und mit ihrer experimentellen Musikmischung aus alternativem Indie gepaart mit rhythmischen Elektro-Synthie-Sounds, schwungvoll eingesetzten Gitarren-Riffs und einer Stimme, die durch Mark und Bein geht, begeistern?

Leash im Lichtrausch! © Leash

Leash im Lichtrausch!
© Leash

Vor zwei Jahren taten sich vier musikbegeisterte Männer zusammen, um die Welt zu erkunden und ihre Botschaft zu verbreiten. „Es geht um Distanz und Herzrasen. Um Introvertiertheit und Pathos. Um Wut, Händchenhalten und Messerwerfen“ sagen sie. Es geht also um das Auf und Ab im Leben, um Freude, Wut, Enttäuschung und Resignation, sage ich. Themen, die berühren und die jeden in irgendeiner Weise betreffen. Seelischen, allzeitbereiten Volltreffer, kann man das nennen. Aber die Band wäre nur halb so spannend, wenn sie darauf reduziert werden würden.
Durch eine enorme Live-Präsenz – man bedenke, dass sie das Melt! in Gräfenhainichen und sogar das i-tunes-Festival in London bespielten – gelingt es ihnen, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass es machbar ist, ein völlig unbekanntes Publikum zum Tanzen, Lachen und Sinnieren zu bringen.

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Über Janine Kuske

Studentin der Kulturwissenschaften mit Passion für handgemachte Musik aus den Sparten Rock, Indie, Punk. Wohnhaft in Magdeburg macht sie sich auf, um die Weiten des künstlerischen Spektrums in der Welt zu erkunden.