Nordischer Slapstick im Kino

Jackpot – Vier Nieten landen einen Treffer

Man nehme vier Ex-Kriminelle, einen fetten Wettgewinn, fehlende Gaunerehre und ein mächtiges Massaker. Fertig ist eine rabenschwarze Komödie aus dem hohen Norden. Am 14. November kommt „Jackpot – Vier Nieten landen einen Treffer“ in die deutschen Kinos. Als bekennender Fan von Joe Nesbø verfilmte der Norweger Magnus Martens dessen kultige Kurzgeschichte. Die Mischung aus Thriller und Komödie bewegt sich ganz auf den Spuren von Tarantino, den Coen Brothers oder Guy Ritchie. Das ganze mit dem typisch skandinavischem Charme á la „In China essen sie Hunde“.

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Filmplakat Quelle: Filmwelt Verleihagentur

Filmplakat
Quelle: Filmwelt Verleihagentur

Kurz vor Weihnachten kommt Oscar (Kyrre Hellum) in einem Striplokal zu Bewusstsein. Mit einem Gewehr in der Hand findet er sich inmitten eines blutigen Massakers wieder. Im folgenden erklärt er dem Kommissar Solør (Henrik Mestad) seine Geschichte. Sie spielt im typisch nordischen Nirgendwo und handelt von den drei spielsüchtigen Ex-Knackies, welche ihn zu einer Tippgemeinschaft überredeten. Und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Der überraschende Gewinn einer utopischen Summe führt zu Neid, Missgunst und niemand der Beteiligten ist bereit, zu teilen.

Der Plot der Geschichte allein würde diesen Film nicht zu dem Knaller machen, der er ist. Alle der Beteiligten haben zudem einen herrlichen Knall, die Situationen sind skurril und bizarr. Oscar, der eigentlich „Gute“ in dem Gespann, schraubte bis zum eigentlichen Geschehen Plastikweihnachtsbäume zusammen. In diesem Szenario beginnt auch die eigentliche Geschichte. Herrlich kurios! Da sich der Gewinn „auf keinen Fall“ durch vier teilen lässt, kommt es schnell zu Schwierigkeiten und nachfolgenden Verwicklungen.

Das Drehbuch schrieb Magnus Martens zusammen mit dem Erfolgsautor Joe Nesbø. Der Regisseur kommt aus dem Genre der Komödie. Hier brachte er sie in Kombination mit Thriller und Krimi. Und er hält ein schönes Gleichgewicht dur die ganze Geschichte um Oscar, Thor, Billy und Tresko. Düster, schockierend und dennoch zum Brüllen komisch. Der Streifen strotzt vor komischen Dialogen und wirft mit Leichen um sich. Die Geschichte ist skurril und geht gnadenlos an die Grenzen des Erträglichen. Er lebt von überraschenden Wendungen und absurden Action-Motiven. Fans dieses Genres werden sicher begeistert sein.

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Über Melanie Labsch

Freiberufliche Grafikerin, Redakteurin und Autorin, lebt in Potsdam, Musik: Indiepop, Punk, Electro, Jazz, Blues, Klassik, Post-Rock, ....