Silvester auf Throatruiner

Neues Album von Calvaiire erschüttert die Via Dolorosa

Und wieder Extrem-Metal aus Frankreich: Nachdem die Lyoner von Celeste mit „Animale(s)“ soeben erst ein Meisterwerk vorgelegt haben, wird es zum Jahresende noch eine ganze Kante kälter und finsterer. Denn Calvaiire aus Laval legen mit „Forceps“ (Throatruiner) ein Album vor, das schreit, tobt und tost als ob es kein Morgen gäbe. Aus Bands wie Birds In Row, As We Draw und Hourvari hervorgegangen, entfalten die vier Berserker von Calvaiire auf imposante Weise ihre Version von christlichen Passionsmotiven im Gewande metallischen Post-Hardcores, wie sie unerbittlicher kaum ausfallen könnte.

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Forceps Cover (throatruiner)

Forceps Cover (throatruiner)

Triumph für Band, Label und hartgesottene Connaisseurs, ein desaströser Rundumschlag für den Rest der Menschheit:
Wenn auch „Forceps“, das erste Full-Length-Album (mit genretypisch kurzer Laufzeit) der Brachialartisten aus dem Nordwesten Frankreichs, erst an Silvester als Vinyl, CD und Tape (!) erscheinen wird, lassen die Kostproben keinen Zweifel über die Ausrichtung des Werks zu : variable Aufgriffe und Verschmelzugen unterschiedlicher Subgenres (Noise, Grindcore, Crust), dabei mit deutlich vernehmbarem Songwriting, alles mit schroffer Brutalität und unversöhnlichem Endzeit-Furor garniert:
http://store.throatruinerrecords.com/bands/calvaiire.

Live eingespielt und blutig roh belassen, wird „Forceps“ Gehörgänge und Nervenkostüme gehörig belasten, doch wie heißt es so schön: „Altes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart.“ Darum ist das neue Album, wie nahezu alle Veröffentlichungen des Labels Throatruiner zu Jahresende werden auch Elisabeth und Death Mercedes, jenem Vakuum vorzuziehen, das in der Musikszene entstünde, würden jene Bands plötzlich verstummen, ihren Sound verweichlichen oder ignoriert werden.

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