Review zur aktuellen Episode feat. den Kommentar eines amusio-Lesers

GREY’S ANATOMY – S10E09 – Sorry seems to be the hardest word

Meine letzte Review zu Grey’s Anatomy hat mir posttraumatische Kopfschmerzen bereitet, was allerdings nichts mit der Qualität der Serie zu tun (obwohl die definitiv ein traumatisches Erlebnis ist), sondern mit der Meinungsäußerung eines Fans. Nun, lustigerweise kommt Sorry seems to be the hardest word ausnahmsweise mit einem Plot daher, der seine Spannung aus mindestens zwei Zeitsprüngen (one month ago/six month ago) generiert. Kopfschmerzen hab ich trotzdem. Aber, Augenblick… One day ago:

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

A frew Seasons Ago; Quelle: Bob D'Amico @ American Broadcasting Companies, Inc.

A frew Seasons Ago; Quelle: Bob D’Amico @ American Broadcasting Companies, Inc.

Grey’s Anatomy ist die geilste Sendung im US TV & ganz erlich, man muss einbissel schlau sein um Grey’s zu verstehen, vondem her zerbrich nicht an deiner Dummheit du möchtegern Journalistin ;)  [hier nachzulesen]

Im US TV steckt haufenweise Geld, und wo haufenweise Geld steckt, wird Augenwischerei effektivst betrieben. GA punktet mit hervorragenden Kameras, vielen Settingwechseln und dick aufgetragenem Makeup. Doch mal ehrlich: Was will die Serie von Dir? Hat sie Dir auf der Metaebene etwas anderes mitzuteilen als: Liebe ist, wenn man mit jemandem ins Bett steigen will?

Selbst Sorry seems to be the hardest word greift auf die etablierten polemischen Muster zurück; z.B. Arizona: „That guy would make a supercute baby“. Richtig, wenn man sich für ein Baby entscheidet, ist es zunächst natürlich am aller-aller-allerwichtigsten, dass es hübsch aussieht, nicht, dass es ein Herz hat. Konsequenterweise stirbt der Embryo (Herzstillstand!), sodass Arizona und Callie kinderlos bleiben. Gut so, wären eh schlechte Eltern.

„Let’s not confuse emotion with facts“ (Meredith Grey, schlechte Mutter):  Sorry seems to be the hardest word ist ausnahmsweise mal ordentlich zusammengeschriebenes Schundfernsehen, und der Zuschauer muss für diese Episode tatsächlich ein bisschen schlau sein, damit er den Überblick nicht verliert. Das liegt an den Zeitsprüngen. Ich mag Zeitsprünge.

Aber im Hinblick auf die bereits ausgestrahlten neuneinhalb Staffeln bleibt Grey’s Anatomy immer noch oberflächliches, dummes US TV für ein anspruchsloses (deutsches) Publikum.

All time Fazit: Die Anatomie der Serie ist ein fragwürdiges Kunstwerk medialer Hirnwäsche. GA hat vielleicht zwei funktionierende Beine, aber kein Herz – und damit ist der Corpus längst tot.

Ich empfehle denen, die ein bisschen schlau sind, Breaking Bad zu gucken.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.