Dresden: Zum Gedenken an die Opfer der Reichsprogromnacht

Einst verfemt, aber nicht verloren

Kompositionen, die während der Nazi-Diktatur als „entartete Kunst“ diskriminiert worden sind, wurden gestern Abend in der Dresdner Kreuzkirche mit viel Beifall bedacht. Dem Konzertbesucher zeigte sich eine große Vielseitigkeit an Klangfarben, obwohl die Werke Schrekers und von Zemlinsky etwa zeitgleich entstanden sind. Auch der Volkstrauertag als Konzerttermin für das Gedenken an die Opfer der Reichsprogromnach war eine sehr gute Wahl. Medicanti – ein Orchester, das an der medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden gegründet worden ist, hat die Vielfältigkeit der Musik jüdischer Komponisten eindrucksvoll gezeigt.

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Das Orchester an der medizinischen Fakultät der TU Dresden vereint inzwischen alle Studienrichtungen und Berufsgruppen Foto: Raphaela Kaltenhäuser

Unter der Leitung von Wolfgang Behrend spielte medicanti das Concerto grosso Nr. 2 für Streichquartett (Nora Scheidig 1. Violine, Franziska Schwarz 2. Violine, Christina Voigt Viola sowie Friedrich Thiele Violoncello) und Streicher von Ernest Bloch auf wie auch von Franz Schreker die Sinfonie in a-Moll, op. 1. Gemeinsam mit dem Universitätschor führte das Orchester den 83. Psalm von Alexander von Zemlinsky auf. Solisten waren Anne Pietzsch (Sopran), Josefine Rückert (Alt), Jonas Finger (Tenor) sowie Egbert Junghanns (Bass).

Das Laienorchester hat sich insbesondere im sächsischen Raum einen Namen gemacht und wird am 30. März im Rahmen der „Tage der Chor- und Orchestermusik“ in Zwickau gastieren.

 

 

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden