„Shots of Me“ – Justin Biebers unumgängliche, weltverändernde App

Na endlich, Justin Bieber investiert in die Krebsforschung. Oder auch nicht. Stattdessen steckte der Popschönling ganze 1,1 Millionen Dollar in die Firma „RockLive“, und nannte als elementares Ziel des Projekts den Kampf gegen Cybermobbing. Was dabei Bedeutsames herauskam, kann sich seit Mittwoch jeder anschauen, der iOs-Nutzer ist:

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Diskriminierung: Auf Grund zu kurzer Arme, können Elefanten die App leider nicht nutzen. (Foto: A.Swallow)

Diskriminierung: Auf Grund zu kurzer Arme, können Elefanten die App leider nicht nutzen. (Foto: A.Swallow)

Wow, eine Selfie-Community. Denn nichts im Web 2.0 ist so wertvoll wie eine App, die einzig und allein zum Aufnehmen und Hochladen von Selbstporträts programmiert wurde. Egal, ob im Supermarkt, dem Auto oder im Bett, einfach den Arm ausstrecken und mit der Handykamera ein Foto von sich schießen – wer diese Vorgehensweise beherrscht und liebt, ist bei „Shots of Me“ genau richtig.

Unbedeutend ist hierbei, ob zwei oder tausend Bilder am Tag in die eigene Galerie geladen werden, die einzige Regel besagt, dass das Gesicht des Users im Bild zu sehen sein muss.

Besonders bei Jugendlichen ist diese Form der Selbstdarstellung schwer in Mode gekommen, sodass das Netzwerk damit wirbt, das ideale Zuhause für Kinder ab 13 Jahren zu sein. Cybermobbing habe hier keine Chance, heißt es, da es auf der Seite nicht möglich sei, die hochgeladenen Fotos zu kommentieren oder den User anonym zu piesacken – lediglich private Nachrichten unter Freunden sollen erlaubt sein. In dieser Hinsicht wurde hier wohl ein guter Ansatz aufgegriffen, weiterhin stellt sich jedoch die große Frage: Really, Justin, really?

Nun, lukrativ wird die Geschichte sicherlich sein… Ob die Welt unterm Strich jedoch wirklich eine App benötigt, die es Teenies (und vor allem Justin Bieber…) erleichtert, pro Tag achtzig Fotos von sich selbst ins Internet zu stellen, ist eher fragwürdig.

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Über Anne-Catherine Swallow

Geboren 1987 in Heidelberg, aufgewachsen in Paris, Diplom Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus aus Hildesheim. Zu haben für alles, was laut, düster und böse ist.