Stephans stramme Saiten

Andreas und Kevin – Anatomie zweier Arschkrampen

Feist grienend okkupiert seit Jahren ein gewisser Wichtigtuer und früh verspießter Pseudo-Ex-Punk namens Andreas Frege („Campino“) sämtliche TV-Showsofas im Reich der Mürkelei – und zählt dabei  jene Kohle, die er sich mit seinen skrupellos enthemmten Geschmacklosigkeiten unter dem Deckmantel namens „Tote Hosen“ einstreicht. Ein Kevin Russell, Ex-Vokalist der in deutschen Landen nach wie vor populären Formation „Böhse Onkelz“, hat hingegen ausgedient, den Drogen, dem Suff, dem Scheitern verfallen: Beinahe zwei Menschenleben auf dem Gewissen, fristet er nun sein Dasein als menschliches Wrack. Dabei bedienten oder bedienen beide nur des Volkes Gier nach überkommen geglaubten Posen. Ein kleiner Versuch der Analyse.

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Das kommt davon (pi-news)

Das kommt davon (pi-news)

Es ist immer wieder ein Vergnügen der speziellen Art, Freunde und Förderer („Fans“) der Düsseldorfer Karnevals- und Schlagermucker „Tote Hosen“ mit dem einwandfreien Urteil zu konfrontieren, dass es sich bei den von ihnen so gerne vernommenen Rock-Surrogaten um die gleiche Scheiße handelt, wie bei dem Mist, den das Frankfurter Ensemble „Böhse Onkelz“ darzubieten pflegt(e).

Sicher, die „Hosen“ entstammen dem vorgeblich „linken“ Umfeld des leicht gehobenen Blödelns; die Songs des Debuts „Opel-Gang“ von 1983 („Willy muss ins Heim“) gehören schon längst in jede anständige „Mundorgel“ für Wanderungen zwischen Lausitz und Schweiz. Doch – wer kann sich noch an die ersten Gehversuche der Frankfurter Ausnahmeband erinnern? Nur schon als Heranwachsende an Demenz erkrankte ostdeutsche Rotznasen? Allein die Fama, rechten Dünnschiss verbreitet zu haben, verkaufte sich wie geschnitten Blatz, zwischenzeitlich sogar besser als das auf totalen Konsens Schielende der rheinischen Gutmenschen mit Farbe im Schopf.

Hauptsache bunt und blöd: Campino(s) (fddb.info)

Hauptsache bunt und blöd: Campino(s) (fddb.info)

Nehmen wir einmal den rebellischen Geist des Rock `n Rolls zum Maßstab, ergibt sich ein klares Ergebnis in der Kategorie „Glaubwürdigkeit“: Auf Platz 1 dieser Tage Kevin „Ich bin Dein Traum, schlaf endlich ein“ Russell – alles gegeben, erlangt, verloren. Disqualifiziert hingegen Andreas „An Tagen wie diesen“ Frege, der als Verräter seiner vorgeblich adaptierten Nähe zu Rebellion und Querdenkertum konformistischen Applaus heischt, um seine Shareholder-Values noch weiter zu steigern und zu sichern.

Beide sollten, dies als flehendes Gebet an die wahren Punk-Götter im Rockhimmel, endlich kein Forum mehr erhalten. Amen. Musikalisch irrelevant, dürften beide allenfalls in der BILD-Zeitung oder im Fernseh (der eine als zweifelhafter Sympath, der andere als indignierter Krimineller) ihre hübschen Gesichter reinhalten – es hat nicht mehr zu interessieren!
Kevin Russell („Die gleiche Scheiße“) dürfte die Ignoranz eines gesunden Menschenverstands sicher besser zu kompensieren wissen, als das Lutschbonbon aus der verbotenen Stadt.

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