Wie kleine Pussycat Dolls

Der heißeste Scheiß seit den Spice Girls: Little Mix – „Salute“

Die vier Mädels von Little Mix erobern die Charts weltweit / Foto: Dylan Don

Die vier Mädels von Little Mix erobern die Charts weltweit / Foto: Dylan Don

Obwohl es Angebote gab, mit einigen der größten Namen der US-Popszene ins Studio zu gehen, entschieden sich Little Mix dazu, lieber auf eine Reihe unverbrauchter britischer Talente zurückzugreifen. „Es ist toll, mit neuen Leuten zu arbeiten und zu sehen, was sie so draufhaben. Das hält alles frisch“, sagt Leigh-Anne Pinnock. „Wenn sie neu sind, haben sie auch so viel Leidenschaft. Sie wollen dich wirklich beeindrucken.“ Diese Arbeitsweise erklärt den frischen und kraftvollen Sound auf „Salute“ – hier hat sich wirklich jemand angestrengt.

Salutation vor den Kindern der Spice Girls

Die erste Singleauskopplung ist der Song „Move“, obwohl der Titeltrack „Salute“ der eigentliche Star des Albums ist. Er erinnert vom Klang stark an Beyoncé und vom pseudo-feministischen Inhalt an deren frühere Band Destiny’s Child. Nichtsdestotrotz rockt die Nummer mit ihrem Power-Pop-Beat. Aber auch für die ruhigeren Momente im Leben haben Little Mix eine musikalische Antwort, etwa mit der Liebeskummer-Ballade „Towers“ oder dem ruhigeren Song „Little Me“, den es auf der Deluxe-Version des Albums zusätzlich in einer Unplugged-Variante gibt.

Warum also hat die Band in Deutschland noch nicht wie eine Granate eingeschlagen? Eine gute Frage, denn der Markt hierzulande ist eigentlich ziemlich offen für Casting-Talente. Ein zukünftiges Problem ist bei Little Mix allerdings jetzt schon absehbar: die kurze Halbwertzeit von Girlgroups – hochgejubelt, ausgeleiert, fallen gelassen. Bis es soweit ist, können die vier Mädels jedoch noch jede Menge bewegen und vor allem wachsen.

„Salute“ von Little Mix ist seit dem 8. November 2013 in Deutschland erhältlich.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.