Dark Funeral finden neues, liebevolles Zuhause: „Angelus Exuro Pro Eternus“

Das Label Century Media öffnet morgen wieder einmal die Pforten der Hölle und legt nach mit seinen Neuauflagen der Dark Funeral Alben. Zahlreiche Goldstücke der schwedischen Alpträume waren mit den Jahren immer schwerer erhältlich geworden, weil viele der früheren Plattenfirma von der Bildfläche verschwunden waren.

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Am 22. November in neuem Mäntelchen mit Bonusmaterial (Quelle: Century Media)

Am 22. November in neuem Mäntelchen mit Bonusmaterial (Quelle: Century Media)

Doch nun gibt es zum 20. Jubiläum von Dark Funeral eine Serie von Re-Issues, bei der unter anderem auch das bombastische „Angelus Exuro Pro Eternus“ von 2009 aus der Gruft gezogen wird und mit 5 zusätzlichen Live-Tracks und Bonusmaterial nicht nur für eingefleischte Fans als Leckerli dient. Black Metal, wie man ihn sich wünscht.

Angelus Exuro Pro Eternus steht jedoch weniger mit Panzerfaust vor der Haustür, sondern kriecht mehr langsam aus dem Kellerschacht hervor. Beschwörende Mid-Tempo Songs wie „Stigmata“ schwenken von der klassischen Nähmaschinen-Dreschakustik des Black Metal ab und zeigen, dass Dark Funeral mehr drauf haben, als nur gleichklingendes Gekreische, obwohl natürlich – wie immer in dem Genre – auch mal Monotonie an der ein oder anderen Ecke lauert.

Nichtsdestotrotz waren Lord Ahriman und seine schwarzen Gesellen schon immer unter den Besten ihres Gebiets und eignen sich deshalb auch für Metalfans, die ihre Finger lieber vom Black-Gekreische fernhalten. Aber mit Tracks wie „My Funeral“ oder „In My Dreams“ bewiesen Dark Funeral, dass das Genre durchaus eingängig daher kommen kann und nicht nur 50 Minuten lang in einer Garage mit dem Rasenmäher über Katzen gefahren wird. Zusätzlich hockte hier Hypocrisy-Fronter und Mastermind Peter Tägtgren hinter den Studioreglern und garantierte eine sauber-fiese Produktion.
Tja liebe Herren vom dunklen Beerdigungsinstitut, jetzt wo eure älteren „Babys“ in guten Händen sind, wird’s aber auch langsam Zeit für eine neue Scheibe, würde ich sagen.

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Über Anne-Catherine Swallow

Geboren 1987 in Heidelberg, aufgewachsen in Paris, Diplom Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus aus Hildesheim. Zu haben für alles, was laut, düster und böse ist.