Das Neuste aus der Anstalt ist wie üblich kein Spaß für Hirn oder Herz

Grey’s Anatomy – S10E10 – Somebody that I used to know

Es ist die zehnte Episode des Quotenrenners Grey’s Anatomie, und ich stelle fest: Niemand muss sich neun Staffeln von dem Zeug geben, um ein Hobby zu haben oder Arbeit. Ohne Hobby und Arbeit sind sicherlich die meisten Schauspieler aus dem Bluter-Zeiten-Schere-Zeiten-Ensemble, wenn das Format erst mal eingestanzt wird. Das wäre echt sinnvoll, denn die Geschichten sind durchexerziert. Um was geht’s wohl heute?

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Gottkomplex: Derek Shepherd; Quelle:American Broadcasting Companies, Inc

Gottkomplex: Derek Shepherd; Quelle:American Broadcasting Companies, Inc

Dr. Miranda Bailey natürlich und ihre neurotischen Ticks! Gab es in neun Staffeln bislang keinen Arzt mit neurotischen Ticks? Ich müsste nachschlagen, aber eingefleischte Fans werden diese Frage höchstwahrscheinlich mit JA beantworten. Es ist nämlich die offensichtlichste Plotidee. Bei dem Pseudostress, den die Filmärzte uns da jede Woche kredenzen, war sicher schon einer mit ner Neurose dabei. Hey, Meredith Grey ist eine einzige Neurose – und das ist schließlich die Haupt-Ische.

Nach der solide durcherzählten Episode Sorry seams to be the hardest word, die zugegeben gutes Timing hatte, geht es mit Somebody that I used to know zurück zu dem dummdreisten Gähnkonzert einer überbezahlten Soap Opera. Das ist wie bei Days of our lives aus der Sitcom Friends. Die Musik klingt nach Plasik, die Schauspieler sind aus Plastik. Es geht wieder um ein süßes Baby, und Meredith erklärt Kristina, dass ihr ihre Selbstverwirklichungsstudie wichtiger sei als das Leben eines solchen. Mit anderen Worten natürlich, aber zwischen den Zeilen steht’s gescriptet. 

Man muss bei diesem US TV-Quatsch echt Ohren und Augen zumachen, wenn man sich von der dort gezeigten Oberflächlichkeit nicht verseuchen lassen will. Heute geht es nämlich auch darum, wie oft Arizona ihre Affäre gebummst hat. Über zehn Mal – falls es euch interessiert. Dr. Bailey schwört, dass sie alles im Griff hat: Mehrmals. Dr. Webber fliegt vom Laufband: Ein Mal. Szene mit Tiefgang: Kein Mal. Jedenfalls nicht an der Weißkittelfront.

Am Ende dieser Episode ist eigentlich NULL passiert, und wenn man sich das nur lange genug antut, arbeitet das Hirn bald auf derselben Wellenlänge. Vorsichtig sein also! Es gibt inzwischen zehn Staffeln von dem Müll… „nothing’s wrong“?

WRONG!

 

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.