Metalgranate: SOILWORK – The Living Infinite

Die schwedische Melodic-Death-Metal-Formation SOILWORK hat jüngst ihr neuntes Album in die Regale gezaubert. Geschlagene drei Jahre hat es auf sich warten lassen, dafür kommt „The Living Infinite“ gleich als Doppel-CD daher und bietet fast 90 Minuten Spielzeit. Wer aber glaubt, die Skandinavier hätten da eine Menge Füllmaterial angehäuft, sieht sich nach dem ersten Hören eines Besseren belehrt.

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Mit "The Living Infinite" haben Soilwork ihr neuntes Album vorgelegt. Bild: Nuclear Blast

Mit „The Living Infinite“ haben Soilwork ihr neuntes Album vorgelegt. Bild: Nuclear Blast

Insgesamt gibt sich die neue Scheibe der Dunkelheimer moderner und geschliffener als das ältere SOILWORK-Material.

Das bedeutet indes nicht, dass die Band sich gänzlich von ihrem Stil mit einer abwechslungsreichen Kombination aus Double-Bass-Attacken und Growls einerseits und melodischen, keyboardgestütztten Passagen andererseits abgewendet hätte.

Vielmehr bietet sie eine größere Bandbreite. Generell ist kommt die zweite CD etwas moderner, ja fast schon poppiger – und für die Power-Metal-Laufkundschaft auch deutlich eingängiger – daher.

Der Opener „Spectrum Of Eternity“ war bereits vorab veröffentlicht worden und knüpft auf dem gesamten Album am meisten an vergangene Zeiten an. Mit Tracks wie „Whispers And Lights“ oder „Antidotes In Passing“ haben sogar recht melodiöse Tracks auf die Scheibe gefunden. Trotzdem drückt der so typische Gesang und Growl von Shouter Björn Strid dem Werk seinen typischen SOILWORK-Stempel auf.

Der Titelsong besteht aus zwei Teilen und gehört zu den abwechslungsreichsten Stücken des Albums. Trotz der enormen Anzahl von 20 Titeln ist es den Todesmetallern gelungen, ein Album vorzulegen, das keinerlei Schwächen zeigt, keiner der Titel lässt sich als Füllstoff oder Volumenbringer entlarven.

Mit „The Living Infinite“ haben SOILWORK allen Kritikern, die die Band schon lange auf dem absteigenden Ast sehen, eine herausragende Metal-Granate serviert und sich in beeindruckender Manier an der Spitze der Melodic-Death-Liga zurückgemeldet.

www.soilwork.org

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Über Thomas Mendle

Freier Journalist und Autor. Lebt nach Zwischenstationen in Tübingen, Phoenix/Arizona und Bonn in Düsseldorf und arbeitet für mehrere große Tageszeitungen sowie für die dpa. Rock, Hard Rock und Heavy Metal gehören ebenso zu seinen Spezialgebieten wie Auto und Motorrad.