Schluss mit Wuff

Letzte Folge von „Die Tierischen Zehn“

Mehrere Wochen lang wurde die Show „Die Tierischen Zehn“ zum kleinen Lagerfeuer für Tierfreunde oder Fans skuriler Unterhaltung. Jetzt haben das die Macher selbst auch bemerkt und nennen es beim Namen: In der vorerst letzten Folge von „Die tierischen zehn“ präsentieren Hundeexperte Martin Rütter und Moderator Jochen Schropp „Die zehn skurilsten Tiermomente“. Gäste in der Sendung waren Tänzerin und „Let’s dance“-Jurorin Motsi Mabuse und Schauspielerin und Moderatorin Nina Eichinger. Zwar hat sich an der Struktur der Sendung nichts geändert.

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Die Gäste mit Moderator  (V.l.: Martin Rütter, Nina Eichinger, Motsi Mabuse, Jochen Schropp) (© Foto: VOX/Ralf Jürgens )

Die Gäste mit Moderator (V.l.: Martin Rütter, Nina Eichinger, Motsi Mabuse, Jochen Schropp) (© Foto: VOX/Ralf Jürgens )

Aber man konnte sehen, wie einigermaßen gut gelaunte und interessante Gäste dem Mischmasch aus privaten Videos und zusammengeschnittenen, zum Teil bereits mehrfach wiederholten Tier-Pannen-Szenen einiges an spannenden und humorvollen Dialogen abgewinnen können. So, wenn Tanz-Jurorin Motsi Mabuse von ihrer Heimat Afrika erzählte, in der das Hauptproblem der Familie im Umgang mit Hunden war, nicht vor ihnen zu erschrecken und wegzulaufen. Denn die wurden als Wachhunde gesehen und waren  gefürchtet. Oder als Martin Rütter –sehr zum Unbehagen von Moderator Schropp  – von den Möglichkeiten der Trauer um ein geliebtes Tier sprach. Anlass dazu war allerdings ein unsäglicher Beitrag, der in der Skala auch noch auf Platz zwei (vom wem eigentlich?) platziert wurde. Zwei Niederländer, die sich nicht entblödeten, den Kadaver ihrer Katze in ein Segelflugzeug umzufunktionieren und das auch noch als Kunst zu verkaufen. Das erinnerte fatal an einen weit schlimmeren Vorfall in Mexiko, wo ein „Künstler“ einen Hund in einem Museum ankettete und als Kunstperformance vor aller Augen  verhungern ließ. Das funktionierte, denn da wie dort  griff keiner ein. Martin Rütters Vorwurf war durchaus berechtigt, dass durch diese Art der Darstellung Tiere zu Dingen gemacht werden und das besonders für Kinder nicht geeignet sei. Viel weniger geeignet als tierischen Paarungsszenen, die natürlich nur Platz 3 erreichten und dafür mit hektischem Geflüster angekündigt wurden, nach dem Motto: Schickt jetzt die Kinder ins Bett, wenn sie es nicht schon sind! Da rettete auch die letzte Passage mit Tieren vor der Kamera nicht mehr den Abend, obwohl der Gepard, der vor Grzimeks Gesicht Platz nahm, schon ziemlich witzig war. Und damit war die Folge und damit die Serie auch schon vorbei und ich würde ja gerne schreiben: Wie schade! Aber erstens wäre das gelogen, und zweitens sitzt auf dem „W“ meiner Tastatur gerade eine Katze, schnurrt und will gestreichelt werden. Dringend! Jetzt! Sofort! Dann hoffen wir mal auf ein Wiedersehen mit Rütter und Co. in einer besseren Show. Verdient hätten sie es.

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