The Thiams – Ein Debüt jenseits der Charts

Es wurde im Vorfeld schon darüber gesprochen, woher The Thiams ihren Ursprung in der Musikszene haben. N`Gone sang unter anderem einige Zeit für Mando Diao und Jan Delay. Und Boussa kennen die ein oder anderen durch ihre Tätigkeit als Radiosprecherin. Jetzt stehen sie kurz vor der Veröffentlichung ihres Debüts, das am 22.03 in den Plattenläden eures Vertrauens zu haben sein wird.

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The Thiams stehen kurz dem Relase ihrer ersten Platte; Quelle: Jette Stolte

The Thiams stehen kurz dem Relase ihrer ersten Platte; Quelle: Jette Stolte

N`Gone und Boussa sind Geschwister und beide zusammen heben sich, wenn wir so wollen von dem üblichen Bling-Bling in den Charts ab. The Thiams machen poppigen Soul, der allerdings dem aus Amerika ähnelt. Dies liegt daran, dass sie ihr Album „Ko Ok“ zusammen mit Jerry Schmidt Jr. produziert und sich dabei viel Zeit gelassen haben. „No Loosers“ weckt sogleich funkig-soulige Assoziationen und bewegt sich am Rande eines Ohrwurms. Zusammen mit „Big Chair“ fällt auf, dass The Thiams äußerst wohlgefällige Musik machen. Gefällig, weil man sie im Zuge des Frühlingsanfangs dankbar einsaugen kann.

Jetzt ihr wohl eingängigstes Lied „No Loosers“:

Der Opener „Mercury“ schwenkt hingegen schon eher in die Richtung des Indie-Pops und bricht beispielsweise mit verzerrten Gitarren etwas mit dem üblichen Soul und Funk Schema.

Etwas spezieller wird es dabei im Titel „Every Single Day“. Jeder, der in gewisser Weise auf Gospel-Gesang steht wird mit diesem glücklich werden. Für alle anderen bleibt es Geschmackssache. Zwar ist das Album stimmlich, wenn man so will ein Wucht. Aber dennoch muss es schon genau den Nerv des Zuhörers treffen. Denjenigen, die sonst nicht allzu viel mit Soul anzufangen wissen, sollte man schon im Vorfeld vorwarnen, denn an etlichen Stellen klingen die Stimmen der Schwestern gequält. Das mag jetzt vielleicht unfair klingen, aber Neulingen in diesem Genre sollte man raten nicht das gesamte Album auf einmal zu hören. Zu groß wäre dabei die Gefahr mit Kopfschmerzen das Feld zu verlassen.

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Über Niklas Kolell

Geboren in Fürth und im Herzen des Altmühltals aufgewachsen, studiere ich jetzt in Eichstätt Geographie mit dem Schwerpunkt Tourismus. Seit meiner Jugend begleitet und begeistert mich die Musik und jetzt schreibe ich auch auf meinem eigenen Musikblog darüber.