Top 30 (Teil 2)

Die besten Serienintros

Es gibt Serien, die kommen (fast) ohne Intro aus. Die Titel laufen einfach über die Eröffnungsszene und vielleicht gibt es eine kurze Logoeinblendung mit ein paar Takten Musik (Lost, The Shield) Es gibt sehr kurze Intros (Breaking Bad) und sehr lange (True Blood) Es gibt eher fantasielose Intros und kunstvolle Miniaturen.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Top 30 Serienintros, Foto: Mick Baltes

Top 30 Serienintros, Foto: Mick Baltes

Ein Intro hat zunächst mal die Aufgabe, die Opening Credits unterzubringen, weiter soll es natürlich auf die Serie einstimmen. Im Idealfall ist das Intro ein echtes Markenzeichen.

Ein Serienvorspann setzt sich aus drei Elementen zusammen: der Bildebene, der Tonspur und den Texteinblendungen.

Wie schon in der ersten Folge besprochen, bedienen sich die meisten klassischen Serienintros beim Bildmaterial der Serie. Während aktuelle Serien oft mit einem eigens produzierten Intro aufwarten, ohne dabei einfach nur Bilder aus der Serie zu montieren. Auf der Tonspur ist fast immer Musik zu hören. Das kann eine speziell für die Serie komponierte Titelmelodie sein (Twin Peaks, Akte X) Einige Intros sind gerade wegen des Ohrwurms so beliebt. Häufig wird auch  ein bereits existierender Song ausgewählt. Manchmal sind das sehr bekannte Nummern wie etwa Paint it black bei NAM Dienst in Vietnam. Der Song passt hier natürlich gut in die Zeit. Aber man wird, wenn man Paint it Black hört wohl eher an die Rolling Stones denken, als an die Serie.

Deshalb werden oft weniger bekannte Stücke ausgewählt. Hört man Bad Things im Radio wird man wahrscheinlich unwillkürlich an True Blood denken. In vielen Fällen passt der gewählte Song wie die Faust aufs Auge und wirkt fast so als wäre er eigens für die Serie geschrieben worden  (It’s a Jungle Out There von Randy Newman – Monk)

Einige Serien liefern auf der Tonspur auch noch einen erklärenden Einleitungstext (Star Trek, Pushing Daisies)

Die Titel werden in vielen Fällen nur eingeblendet, manchmal erscheinen sie als Zwischentitel (American Horror Story) Sie können eigene kleine Stillleben sein (Crossing Jordan) oder sind Teil des gefilmten Bildes (Entourage)

Es gibt Intros, die sich nie verändern, wie die bereits seit über 40 Jahren laufende Tatort Titelsequenz. Dann solche die jeder Staffel eine eigene Titelsequenz geben (The Walking Dead) wobei  aber der Look bleibt und fast immer das musikalische Thema beibehalten wird. Um Fall von The Wire wurde der Titelsong Way down in the Hole in jeder Season von anderen Musikern interpretiert. Schließlich gibt es  noch solche die stets etwas variieren (The Simpsons)

Wie ermittelt man nun die 30 besten Serien Intros?

Ich wollte jetzt keine weitere persönliche Best of Liste machen. Deshalb habe ich eine Umfrage in der Redaktion und meinen Netzwerken gestartet. Ich habe des Weiteren unzählige Top 10 bis Top 100 Listen aus TV Seiten und Blogs ausgewertet und sah mir jede Menge Diskussionen zum Thema in diversen Foren an. Am Ende hatte ich eine Liste von gut 200 Titeln zusammen, die es auszusieben galt.

Serien, die sehr oft genannt wurden und in den Top Listen hoch platziert waren, hatten eine sehr gute Chance auch in die Top 30 zu kommen. Und ja, ich habe mir alle 200 Intros angeschaut.

Natürlich ist es schwer die Intros vom Inhalt der Serie zu trennen. In den Unfragen fiel auf, dass etliche Befragte dazu neigen, das Intro einer Lieblingsserie hoch zu bewerten, auch wenn es alles andere als sonderlich kunstvoll gestaltet ist. Das betrifft vor allem die Klassiker. Serien mit denen wir aufwuchsen sind oft liebe nostalgische Erinnerungen. So wurden z.B. Magnum und Bonanza häufiger genannt. Aber ist die brennende Karte der Ponderosa Ranch und sind die vier lächelnden Männer auf ihren Pferden besonders originell? Sicher nicht. Man kann die Serien der Kindheit und ihre Intros lieben, aber in die Top 30 schaffen sie es deshalb nicht unbedingt.

Montag geht’s dann los mit den Plätzen 30 – 26

 

 

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Mick Baltes

Jahrgang 1962, studierte Politikwissenschaft und Kunst in Duisburg. Hat Spaß an Blues, Rock und gutem Songwriting. Ist Cineast und TV-Junkie. Arbeitet als Redakteur und Webdesigner.