And the winner is…

Die Ultimative Chart Show kürt zum 10.Mal den Sieger

Hits, Challenges, Battles und Sieger, soweit das Auge reicht: Sieger beim Kochwettbewerb, beim Gesangswettbewerb, beim Talentewettbewerb, wer hat wie viel Klicks, wer erreicht die meisten Downloads, wer verfügt über die meisten Skandale und Skandälchen, mit der sich eine Karriere vielleicht noch um eine Klatschspaltenbreite verlängern lässt. In diesem Wust von fragwürdigen Gewinnern und Superlativen ist die Ultimative Chart Show seit nunmehr zehn Jahren schon fast so etwas wie ein ruhender Pol und eine feste Größe. Zwar wird die Show mit sorgfältig eingepackten Life-Acts und hilflosem Geplauder auf fast 4 Stunden vor der Glotze gedehnt, da man sich aber so etwas wie ein Beiprogramm überlegt hat und die Songs wirklich gut sind, vergeht die Zeit einigermaßen schnell.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Moderator Oliver Geissen und seine Gäste Fernanda Brandao, Atze Schröder, Sonya Kraus und Jorge Gonzalez (v.l.)  (c) RTL / Max Kohr )

Moderator Oliver Geissen und seine Gäste Fernanda Brandao, Atze Schröder, Sonya Kraus und Jorge Gonzalez (v.l.) (c) RTL / Max Kohr )

Showmaster Oliver Geissen gibt sich locker und entspannt, und hat auch Gäste, die zwar wenig zu Wort kommen, aber immerhin anlässlich des 70. Geburtstages des Kugelschreiners einmal mit diesen auf eine Scheibe schießen dürfen. Zu bewundern waren unter anderem Fernanda Brandao, dann Atze Schröder, dem man empfehlen sollte, mal bei der heute-show vorbeizuschauen, wenn er schon Bayern parodieren will. Die Dekoabteilung wurde von Sonya Kraus würdig vertreten, und das skurrile Element bildete der „Chicas!“ Favorit und Trainer Jorge Gonzalez, der von Heidi Klums Karrieretrampolin absprang und weich in allen möglichen Funktionen gelandet ist. Aber nun zum Thema und das waren die Songs: um es gleich vorwegzunehmen – deutsche Welle ist out! Kein einziger Song schaffte es in die Top Ten. Unter den erfolgreichsten waren Sportfreunde Stiller, das war’s aber auch schon mit den Spitzenplätzen. Und während im Filmgenre Til Schweiger mit seinem „Kokowäh“ immerhin den ehrenvollen 5.Platz belegte, immerhin hinter „The fast and Furios ( VI)“, „Hang Over“, „Ich –  einfach unverbesserlich“, auch schon als 2.Folge,  und dem Sieger „Django Unchained“, war davon bei den Songs nichts zu sehen.

Der US-amerikanische Sänger Aloe Blacc c) RTL / Max Kohr )

Der US-amerikanische Sänger Aloe Blacc c) RTL / Max Kohr )

Und in der Hoffnung, die Spannung jetzt endlich gesteigert zu haben, nun zu den drei erfolgreichsten Songs des Jahres 2013. Platz drei ging an Robin Thicke mit „Blurred Lines“, wobei es strittig blieb, ob das je nach Geschmack sexistische/sexy Video daran wohl einen gewissen Anteil hatte. Jedenfalls wirkten die Models gut, und wer sich wirklich unterhalten will, sollte Oliver Geissens Rat folgen und sich die Parodien im Internet ansehen. Die machen inzwischen mindestens ebenso viel Spaß wie das Original. Platz zwei erklomm Aloe Blacc mit „Wake me up!“ der als Gast auch gleich einen wunderbaren Live-Act hinlegte und mit dem Song gleich wie im Interview beeindruckte. Und jetzt – Platz 1 : „Scream and Shout“ von Will .I. Am feat. Britney Spears. Das ganze gibt’s auch als CD, und wenn ihr ein Weihnachtsgeschenk braucht und das Jahr nochmal durchhören wollt – da ist es!

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