Review zur aktuellen Episode

The Mentalist – S06E09 – My Blue Heaven

Zwei Jahre später? Keine unbedingt vielversprechende Ausgangsprämisse für die wünschenswerte Komplettumstrukturierung der Weichspülserie The Mentalist. Die Flucht vor dem FBI wird ausgespart, der Auf- und Ausbau von Janes Coverlife und dessen potenzielle Gewissenskonflikte ebenso. Stattdessen steigt die Episode My Blue Heaven mit kitschigen Briefen an Lisbon und einer Beachturtelei ein.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Quelle. Wikipedia; Thomas R. Schwarz/Bearbeitung: Bowls Götzke

Quelle. Wikipedia; Thomas R. Schwarz/Bearbeitung: Bowls Götzke

Red John ist tot, und tot ist die Hatz. Bruno Heller ließ verlauten, er würde Patrick Jane auf die für das Format übliche Columbo-Reise schicken. Nun, der Mentalist treibt zunächst in grünstichigen Bildern durch ein Strandszenario, trifft Kim Fisher, die – wie sich später herausstellt – für das FBI arbeitet. Die Tötung eines Menschen (wenn auch eines Sadisten), Patrick’s einziger und erster (!) Mord, seine (vielleicht wohlverdiente) Rache… wird mit keiner Silbe thematisiert. Die Spielchen sollen also nach altbewährtem Muster einfach weitergeführt werden. Neues Setting, neue Crew, aber the same thing but different.

Schwach! Ich hatte gehofft, dass der smarte Grinsemann mit sich selbst ins Gericht geht, sich neu ordnet, zusammenbricht und an die Flasche kommt… Nichts dergleichen wird in dieser Episode auch nur ansatzweise aufgekocht. Einer der übelsten Serienpsychopathen ist von der Debattiertafel, und die Serie benötigt einen frischen Antagonisten: Das FBI natürlich. Alles dreht sich im Kreis, der Kreis dreht sich um sich selbst.

Die aktuelle Episode ist hübsch erzählt, die Bilder sind schön, nahezu friedlich. Simon Baker sieht toll aus vor blauem Himmel im Hawailook. Neuanfänge tun gut. Aber muss man wirklich die abgeschmackten Geschichten wieder und wieder aufbereiten? Die Serienmacher haben bislang gnadenlos sämtliche Chancen vertan, ihr Feel-Good-Universum mit Charaktertiefe anzureichern. Nur der Introjingle ist abgeändert worden – und klingt dem alten jetzt nicht einmal unähnlich.

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht

Manche Menschen bleiben mit ihrem Kreativgut einfach hängen, weil es in deren Realität nichts Wichtigeres gibt als Geld, das in diesem Fall über Zuschauerzahlen generiert wird.

Herzlichen Glückwunsch, ihr Kapitalistenschweine, und erstick dran, Bruno Heller!

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.