Es geht um die Krone (mitteleschenbach, holidaycheck.com)
Es geht um die Krone (mitteleschenbach, holidaycheck.com)

Der Applaus kaum verebbt, schon braust er wieder auf … denn zur „Besten Single“ wird in einem Aufwasch die „Applaus, Applaus“- Nummer der Sportfreunde gekürt. Silvie ist sichtlich gerührt, denn Liebe „ist ihre Rebellion“, so ein leer ausgegangener Titel.

„Bester Live-Act“… Silvie träumt von ihren baldigen Backstage-Treffen im Auftrag der BILD-Zeitung mit Elton John und dem Grafen („Unheilig“, wo ist der eigentlich?!) und wundert sich: Dass Marteria auch live was machen, das hatte man ihr nicht gesteckt. Chancenlos. Was bleibt? Rundgelutschter „Reggae“ im Namen des Gentleman, die Musik-Comedy-Parvenüs namens Seeed und – Gott stehe uns bei – allen Ernstes: Andreas Frege. Warum die Ärzte hier noch die Claqueurs geben, weiß Silvie erneut nicht. Von mit Bargeld gefüllten Umschlägen, die den Besitzer wechseln, von Männern, die auf Schafe stieren wird gemunkelt, doch das interessiert nun auch keine Sau mehr, es sei denn, die Sau hört auf den Namen Silvie und unterschreibt mal wieder ein gutes Dutzend Verträge, die ihre Omnipräsenz zu festigen trachten.

Werbepause (Rügenwalder, Rewe, Solarworld)

Der Werbepause ist es zu verdanken, dass die Kategorie des besten „Plan B“-Acts durch die Lappen gegangen ist. Auch das „beste Video“ vermag es nicht, die Vorfreude auf den einzig mental, geistig und intellektuell garen Preisträger des Abends zu stillen. Atze Schröder denkt sich, wie vermutlich immer, seinen Teil: „Mensch, sind die vielleicht alle bekloppt. Doch für meinen 911er labere ich denen doch gerne die Stulle von der Fettbacke.“. Der erste verdiente Applaus des Abends.

Lach doch mal, du kriegst nen Preis (circlepits.de)
Lach doch mal, du kriegst nen Preis (circlepits.de)

Und dann noch der „Sonderpreis“ – nomen est omen. Billu as billu can be. Silvie, inzwischen auf gut zwo Promille, faselt was von Verdiensten wider die Mitmenschlichkeit, vom neuen Album, das Wolfgang N. gemeinsam mit Freiwild eingespielt hat und von der Ehre, einem „ich-guck-immer-so-missgelaunt-wie-Dylan“-Preisträger einen weiteren Preis überreichen zu dürfen, der offensichtlich genauso intendiert ist, wie alle anderen: für den Arsch.

Was für ein Scheiß-Traum! Wo hab ich nur meine Akkreditierung hingelegt? Ich bleibe lieber liegen.

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