Review zur aktuellen Episode

The Mentalist – S06E11 – White Lines

Es ist im Grunde die dritte Episode aus einer ersten Staffel: White Lines arbeitet charakteristische Eigenschaften des Protagonisten Patrick Jane für dessen FBI-Crew, seinen Typ Frau und natürlich frisch zugeschaltetet Suchtpersonal heraus. Bruno Heller versucht nach der überfälligen Red-John-Abwürge mit The Mentalist nun ausgetrampelte Pfade in bunten Cowboystiefeln zu gehen. Ärgerlich. Feige. Unterhaltsam.

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Quelle. Wikipedia; Thomas R. Schwarz/Bearbeitung: Bowls Götzke

Quelle. Wikipedia; Thomas R. Schwarz/Bearbeitung: Bowls Götzke

Die Farbe Rot als obligatorischer Bestandteil fast jeden Episodentitels ist selbstverständlich Schnee von Gestern. Nach blau und grün geht es weiß weiter, aber im Prinzip bleibt das Spiel farblos. White Lines liefert dem Publikum sagenhafte neun (!) Leichen [vermutlich Rekord im statistischen Verhältnis Tote pro Episode]. Außerdem gibt es Kopfschuss, Kartellsetting und einen unglaubwürdigen Plottwist.

Der Serienschöpfer watet damit auch weiterhin knietief in Blut und seelischer Schwärze, aber emotional kommt einfach nichts dergleichen über. Menschliche Abgründigkeiten als TV Fast Food ohne Nährwert, nicht zuletzt, weil die meisten Schauspieler zu schlecht sind.

Die „unsichtbare“ Walter White/Heisenberg beispielsweise spielt ihre Jekyll-And-Hyde-Gangsterrolle so anstrengend aufgesetzt, dass allein dadurch schon kein richtiges Gruselfeeling aufkommt. Das sensible Naivchen mit Herz gibt sie indes recht überzeugend. Jane darf an ihr Charme und Logik voll auffahren, wobei man ihm seinen Charme vielleicht abnimmt, seine hyperintelligenten Universalschlüsse zu scheinbar unlösbaren FBI-Rätselfällen jedoch eher weniger. Zu undurchsichtig, zu hingebogen.

Die Gags sind berechenbar, die Magie ist es auch. Man braucht kein Mentalist zu sein, um zu erahnen, wie der Hase nun weiterlaufen wird. Die Serie ist solider Zwischendurchfraß für Columbo-Nostalgiker. Die Chance, etwas komplett Neues auszuprobieren – die Welt um Patrick Jane ordentlich aus den Angeln zu heben – wurde vertan. Vater Geld siegt einmal mehr über Mut und Respekt vor der gescripteten Geschichte und deren Figuren.

F*** you, Capitalism! Thank you, TV-people.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.