Musikalisches Kalenderblatt

Ein Meister der italienischen Oper – zum Todestag von Domenico Cimarosa

Heute vor 213 Jahren, am 11. Januar 1801, starb in Venedig der italienische Opernkomponist Domenico Cimarosa. Gerüchten zufolge ist er sogar ermordet worden, doch lieferten nähere Untersuchungen keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Immerhin war er kurz zuvor von den zurückgekehrten Bourbonen in Neapel verhaftet und zum Tode verurteilt worden, weil er während der französischen Besatzung Neapels auch Kompositionsaufträge der Besatzer angenommen hatte. Durch den Einfluss seiner Bewunderer wurde das Urteil dann aber noch zur Verbannung aus Neapel abgemildert.

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Domenico Cimarosa, Stich von Anton Wachsmann nach einer Zeichnung von Gandolph Ernest Stainhauser, um 1800 (Quelle: Wikimedia Commons)

Domenico Cimarosa, Stich von Anton Wachsmann nach einer Zeichnung von Gandolph Ernest Stainhauser, um 1800 (Quelle: Wikimedia Commons)

Cimarosa wandte sich nun in Richtung Sankt Petersburg, war aber gesundheitlich schon so angeschlagen, dass er in Venedig an einer Dickdarmentzündung verstarb. Er hinterließ zahlreiche Kompositionen, unter denen sich Sinfonien, Solokonzerte, Kantaten, Oratorien und Klaviersonaten befinden, die noch heute das Herz der Klassikliebhaber und Konzertgänger erfreuen. Das eigentliche Hauptgebiet seines Schaffens aber war die Oper. Mit der 1792 uraufgeführten Oper „Il matrimonio segreto“ („Die heimliche Ehe“) schuf er ein Meisterwerk, das sich bis heute auf den Spielplänen der europäischen Opernhäuser gehalten hat.

Cimarosa wurde am 17. Dezember 1749 in Aversa im Königreich Neapel geboren. Seine Elten ermöglichten ihm trotz ihrer Armut eine gute Schulausbildung in Neapel, die ihm später den Zugang zum dortigen Konservatorium von Santa Maria di Loreto eröffnete. Auch seine erste Oper, „Le Stravaganze del Conte“, wurde 1772 in Neapel uraufgeführt. Überregional bekannt wurde er 1774 mit der für Rom komponierten Opera buffa „L’Italiana in Londra“. Sein weiterer Weg führte ihn nach Rom, Florenz, Sankt Petersburg, Wien und schließlich wieder zurück nach Neapel.

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