Carlos Cipa nimmt Teil

„Zivilisation der Liebe“, zum 9.

Das vermutlich faszinierendste Ambient-Festival urbi et orbi geht in die neunte Runde: Vom 23. bis zum 26. Januar wird in Basilika (St. Aposteln) und Club (E`De Cologne) der Liebe, der Kunst und dem Klang gehuldigt, dass es (mal wieder) eine reine Freude sein wird. Und Obacht: Wenn ein Stammgast wie Lubomyr Melnyk, dem Liszt unserer Zeit, aufspielt, werden kollektive Orgasmen zum erklärten Programm (und man muss sich nicht einmal ausziehen dafür). Weitere Hochkaräter wie Julia Kent, Bvdub oder Hauschka bilden ein Line-Up der absoluten Sonderklasse, es wird ein Fest, fürwahr!

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Sophia und Carlos haben Spasso (Georg Stockinger / Denovali)

Sophia und Carlos haben Spasso (Georg Stockinger / Denovali)

Ohne die Qualität der anderen Künstler schmälern zu wollen, sei Carlos Cipa hervorgehoben. Pünktlich zum Festival veröffentlicht Denovali sein neues Werk, „Relive“, das er mit Sophia Jani eingespielt hat. Cipa legt mit seinem (mitunter wohltemperierten) Piano den Beweis nahe, dass Klangfülle keine Frage der Aufnahmetechnik darstellt, so wie es uns viele elektronisch verstärkt Hochgezüchtete weiß machen wollen. Und – Klavierbauer sollten sich vor ihm in Acht nehmen …

Dabei ist Carlos Cipa alles andere als sperrig oder verkopft, ja, er seine Herangehensweise scheint weniger analytisch als etwa die von den (noch) ungleich populäreren Hauschka (Festival!) oder Ludovico Einaudi („best selling classical artist of 13“). Es ist seiner Musik anzumerken, dass Cipa auch ein Freund des Jazz wie auch des Metals ist.

Er transponiert die entlehnten Mechaniken und erschafft dadurch freies Feld für seine auch rhythmisch außergewöhnlichen Versuche, die auf „Relive“ Meisterschaft nicht nur vermuten lassen. Satie, Debussy, Cipa. Allen, die ihm anlässlich der „Zivilisation der Liebe“ zuhören werden, sei an dieser Stelle schon von Herzen gratuliert.

Ort des Geschehens (Zivilisation der Liebe)

Ort des Geschehens (Zivilisation der Liebe)

Dem Initiator Dietmar Saxler sowieso – dass es ihm und seinen MitstreiterInnen im katholisch-karnevalesk getünchten Köln gelungen ist, ein Festival dieser Güte auf die Beine zu stellen: Chapeau und beste Grüße.

Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

http://ambientfestival.de/

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