Schneller als Papst-Wahl: Deutscher Kulturrat hat neuen Präsidenten

Einstimmig gewählt: mit diesem Traumergebnis gäbe es in Rom bereits nach dem ersten Durchgang einen neuen Papst – und im Deutschen Kulturrat gibt’s damit den neuen Präsidenten Christian Höppner. Der Sprecherrat des deutschen Kulturrates wählte ihn am 12. März in geheimer Wahl. Mit Höppner tritt nun ein Generalsekretär des Deutschen Musikrates die Nachfolge von Prof. Dr. Max Fuchs an, der nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.

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Neuer Präsident des Deutschen Musikrates: Christian Höppner. © Nina Arens

Neuer Präsident des Deutschen Kulturrates: Christian Höppner.   Foto: Nina Arens

Der scheidende Präsident freute sich jedoch, dass „der Deutsche Musikrat durch die einstimmige Wahl von Christian Höppner zum zweiten Mal in der Geschichte des Deutschen Kulturrates den Präsidenten stellt.“ Da Musikrat und Kulturrat so eng miteinander verbunden sind sieht Fuchs hervorragende Möglichkeiten, um „Synergieeffekte und Chancen im Sinne der Musik und Kultur in unserem Land zu nutzen.“

Der frisch gewählte Präsident ist neben seinen Aufgaben im Deutschen Musikrat auch Vizepräsident des Europäischen Musikrates, Chefredakteur des Magazins Musikforum und Haushaltsberichterstatter im Rundfunkrat der Deutschen Welle. Daneben unterrichtet er Violoncello an der Universität der Künste Berlin. Im Berliner Musikleben engagiert er sich bereits seit Jahrzehnten und wurde dafür 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Trotz aller Auszeichnungen könnte Höppner sicherlich nicht mehr zum Papst gewählt werden – doch welche Verbindungen gibt es vielleicht ja trotzdem vom Deutschen Musikrat zum Vatikan? Auf der Webseite des Deutschen Musikrates ist jedenfalls die Forderung „Vorfahrt für Musik“ mit einem Foto unterlegt, auf dem der zurückgetretene Papst und der neue Präsident des Kulturrates sich freundlich „einander zuneigen“.

Aber vielleicht liegt dies ja auch vornehmlich daran, dass Christian Höppner einfach einen Kopf größer ist als der „Papst emeritus“…

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Über Matthias Berg

"Startphase" mit Praktikum bei der taz und Studium in Hamburg & Bonn (Geographie & Journalistik). Arbeitet freiberuflich in Kiel und kreuzt dabei leidenschaftlich gerne mit Cello oder Segelschiff über Musik- & Meereswellen.