Atari, BestAge, Krupps

Hanin Elias & Marcel Zürcher sind Fantôme

Am 31. Januar die Single „Love“, am 14. Februar das Album „It all makes sense“ (beide Snowhite / Rough Trade) – Hanin Elias (Ex- Atari Teenage Riot) und Marcel Zürcher (Die Krupps) erfüllen sich mit ihrem Projekt „Fantôme“ einen gemeinsam lang gehegten Traum, und zugleich die Erwartungen, die von dieser Konstellation abzusehen waren. Oder etwa nicht? Erfreulich eindeutig auf die Sounds der glorreichen Achtziger fokussiert, war auf das Ergebnis – zumindest seitens Hanin Elias – nicht unbedingt zu spekulieren. Zu den Hintergründen des durchweg gelungenen Albums hier das Interview.

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Was ist der Sinn von Sinn: "It all makes sense" (Snowhite)

Was ist der Sinn von Sinn: „It all makes sense“ (Snowhite)

amusio: „`It all makes sense´, der Albumtitel scheint selbstreferentiell intendiert zu sein. Was genau ergibt bei euch Sinn?

Hanin: „Das Album ist über einen ziemlich langen Zeitraum hinweg entstanden. Es lief zwischenzeitlich leider viel schief, aber selbst dies schien am Ende tatsächlich Sinn zu ergeben. Wenn man etwas Geduld aufbringt, kann man im Nachhinein aus dem Scheitern etwas Positives ziehen, da ja sonst alles anders gekommen wäre. Uns gefällt heute was wir erreicht haben und wo wir gerade stehen, samt den Möglichkeiten, die sich jetzt daraus ergeben. Hätte das etwa mit der geplanten Atari Teenage Riot-Reunion bei mir geklappt, hätten wir jetzt unser Projekt „Fantôme“ nicht verwirklichen können.“

Marcel: „Es kommt jetzt gerade alles auf den Punkt. Wir wissen wofür wir die Songs geschrieben haben. Wofür wir immer wieder aufgestanden sind. Und warum das Album erst jetzt das Licht der Welt erblickt. Ja, es ergibt jetzt alles Sinn.“

amuiso: „Das Ergebnis klingt auf Anhieb nach Killing Joke, die „Geordie“-Gitarre zu „Love’s like blood“-Zeiten, dazu mit Chanson-Einschlag. Was haltet ihr von dieser Einschätzung?“

Marcel: „Das stimmt absolut. Ich mag Killing Joke sehr gern. Geordie hat mich in meiner Jugend sehr beeinflusst mit seinem Sound und den offenen Chords. Genauso wie Hüsker Dü oder Siouxsie and the Banshees. Ich bin damals ja Drummer gewesen und diese Bands sind der Grund warum ich Gitarre spielen wollte.

Hanin: „Unsere Einflüsse waren vorwiegend Post-Punk, Marcel und ich stehen auf Killing Joke, My Bloody Valentine, Joy Division und The Cure – Gitarrensounds. Ferner waren die Altered Images, Siouxsie and the Banshees und viele mehr unsere Inspiration, nicht nur was die Sounds sondern auch das Songmaterial betrifft.“

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