Einmal werden wir noch wach …

Mogwai kramen olle Tapes hervor

Heissa, es ist soweit, Ding Dong und die Hex ist tot: Am 17. Januar ist das neue Album der schottischen Post-Rock-Erfinder Mogwai in sämtlich denkbaren Formaten erhältlich (Pias UK/Rough Trade). Und die Musikwelt will wissen wie es geworden ist. Nach den Großtaten der Vergangenheit, besonders den Filmarbeiten („Zidane“, „Les Revenants“), und auf die Schnelle – eher mittelprächtig. Aber wer Mogwai kennt, der weiß: Die kommen langsam, aber gewaltig. Und das bzw. dies erst recht auf Tour …

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Humor haben sie: Mogwai (Rough Trade)

Humor haben sie: Mogwai (Rough Trade)

Mehr Rave denn Hardcore – fühlten sich Hardcore-Jünger vom letzten Album der schottischen Freigeister Mogwai („Hardcore will never die, but you will“) ordentlich verarscht, hat das mit dem Rave nun schon etwas von eingehaltenem Versprechen: die „Tapes“ sind treibend und groovy geraten, bitten zum Tanz. Die Tapes halt …

Bei Track 3 „Remurdered“ ziemlich offensiv, bei Track 4, „Hexon Bogon“ endlich (!) mit Post-Rock-Schleifen versehen. „Groovige Post-Rock-Schleifen“?! Ein recht hilfloser Versuch, Mogwai nahe zu kommen, die Typen sind ja so etwas von selbstbewusst … kein Wunder, dass sie mal wieder bleibende Werte erschaffen haben.

„Mick Jagger and Alice Cooper, and all the rock singers, has they ever (been) a choice to make? And what about you? What are you to choose?” – mit dieser frech eingestreuten Aussage hebeln Mogwai (mal wieder) alles aus. Mit welchen Klischees, Erwartungen und Standards hantieren wir? Und gut, Nicht-Akademiker können Mogwai vermutlich besser folgen, denn wer es auf analytischem Wege wagt, der wird sich verlaufen … sie sind und bleiben unberechenbar. Wahnsinns-Band bis ins Detail, schaut euch mal in Ruhe das Cover an.

04. Februar Frankfurt Batschkapp
05. Februar München Backstage-Werk
06. Februar Berlin Tempodrom
26. März Hamburg Große Freiheit
01. April Karlsruhe Substage
02. April Köln E-Werk

… aber nicht wieder vorzeitig rausgehen, weil es „zu massive“ ist.

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