Weimarer Konzerte mit Viola, Violine, Schlagwerk, Horn und Barockcello

Durchstarterabende für die Solisten der Zukunft

Als solistisches Instrument wurde sie meist wenig beachtet, in umso helleres Rampenlicht rückt sie aber in den kommenden Tagen: die Viola. Im Fürstenhaus der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt sind Studierende der Klasse von Prof. Erich Krüger am Mittwoch, den 22. Januar um 19.30 Uhr mit selten(er) gehörten, für die Bratsche maßgeschneiderten Werken unter anderem von Bartok und Brahms zu hören. Rund um die Violine als Soloinstrument mit einem ungleich größeren Auswahlrepertoire, prinzipiell vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, dreht sich alles am Freitag, den 24. Januar um 18.30 Uhr, gleichermaßen im Festsaal des Fürstenhauses.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

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Auf dem Barockcello: Prinz Frederick von Wales mit seinen Schwestern (Philip Mercier, NBA London 1556). In Weimar wird Antonio Clavijo-Rojas am 5. Februar mit dem Instrument zu hören sein.

Um etwas aus der Reihe zu tanzen: Musikprogramme finden sich manchmal auch dort, wo man sie kaum erwartet, zum Beispiel in der Toskana Therme Bad Sulza, wo sich sportliche Badegäste am 24. Januar zu fortgeschrittener Stunde unter Wasser mit klassischen Werken beschallen lassen können. Nicht unpassend wäre sowohl Händels Wassermusik als auch die populäre schöne blaue Donau, wenn „Wellen geschlagen“ werden … Allem erdenkbaren Schlagwerk in concert und den Komponisten Tschaikowsky, G.H. Green und Steve Reich sind die Aufführungen von Studierenden der Klasse von Prof. Markus Leoson am Montag, den 27. Januar, 19.30 Uhr im Fürstenhaus Weimar gewidmet und beim Fakultätskonzert einen Tag später um 19.30 Uhr finden sich Orchesterinstrumente mit Harfe(n) zusammen.

Plesshorn mit Ventilen (Berndt Meyer)

Plesshorn mit Ventilen (Berndt Meyer)

Für alle, die ein buntgewürfeltes Jazzprogramm schätzen, geht am Mittwoch, den 29. Januar um 20 Uhr das Abschlusskonzert des Jazz Large Ensemble Projects mit Schülern des Jazz-Instituts im Fürstenhaus über die Bühne. Das Horn-Diplomkonzert von Wolfram Thurm aus der Klasse von Prof. Gunilla Süssmann am Sonntag, den 2. Februar  ist ebenso für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings nicht am gewohnten Ort, sondern im Saal Am Palais um 19.30 Uhr. Auch die Alte Musik im speziellen wird in der Saison nicht ausgeklammert: Ausgesuchte Werke der Literatur für Barockvioloncello und die ältere Viola da Gamba bietet der Cellist Antonio Clavijo-Rojas und Schüler von Imke David an Originalinstrumenten am Mittwoch, den 5. Februar wieder im Festsaal des Fürstenhauses.

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.