Bowie: „Aladdin Sane“ neu aufgelegt

Kurz nach seinem fulminanten Comeback mit „The Next Day“ bringt die EMI David Bowies „Aladdin Sane“ von 1973 pünktlich zum 40. Geburtstag in einer komplett remasterten Version auf den Markt.

Die „40th Anniversary Edition/2013 Remaster“ enthält zwar gegenüber dem Original kein Bonusmaterial, dafür verantwortete Ray Staff die Überarbeitung des Albums – derselbe Ray Staff , der schon 1973 die Aufnahmen in den Londoner Trident-Studios leitete.

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Im Vorjahr war Staff zudem bereits für die Remaster-Ausgabe von Bowies „Ziggy Stardust“ (1972) verantwortlich.

„Aladdin Sane“ Anniversary Edition. Quelle: EMI

Im Gegensatz zum direkten Vorgängeralbum „Ziggy Stardust“ gilt das ursprünglich beim Label RCA Victor veröffentlichte Album „Aladdin Sane“ als rockiger und weniger avantgardistisch. So findet sich neben der Single-Auskopplung „The Jean Genie“ (Nr. 2 in Großbritannien) und „Panic in Detroit“ auch eine Coverversion des Stones-Hits „Let’s Spend The Night Together“.

Bisweilen wird „Aladdin Sane“, das als erstes Bowie-Album an die Spitze der britischen Album-Charts stürmte, auch als Initialzündung des Glamrocks der siebziger Jahre bezeichnet. Bowies partielle Abkehr vom Avantgardismus könnte dabei ganz banale Gründe haben: Immerhin schrieb er die meisten der Stücke während einer Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten im Herbst 1972. Die Aufnahmen fanden vom 6. Oktober 1972 bis 24. Januar 1973 in den Trident Studios London sowie in den RCA-Studios in New York und Nashville statt.

Ein Einschnitt war „Aladdin Sane“ allemal: Zwar waren die „Spiders“ Mick Ronson (Gitarre, Piano, Backgroundvocals), Trevor Bolder (Bass) und Mick „Woody“ Woodmansey (Schlagzeug) ein letztes Mal an Bord. Doch zugleich debütierte mit dem Jazzpianisten Mike Garson ein langjähriger künftiger Bowie-Musiker. Für das Cover lichtete Modefotograf Brian Duffy Bowie im Januar 1973 ab. In der ewigen Bestenliste des US-Musikmagazins „Rolling Stone“ belegte „Aladdin Sane“ Platz 274 von 500.

Die 40th Anniversary Edition des Albums erscheint am 12. April bei EMI.

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Über Frank Behrens

Frank Behrens arbeitet als freier Journalist in der Nähe von Hamburg. Noten kann er keine lesen, aber Musik hören. Am liebsten Rock und Blues.